Klinikum Offenbach

Notverkauf eingeleitet

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Der Ärger ist enorm: Mitarbeiter des Klinikums Offenbach beteiligen sich an einer Demonstration zum Rathaus.

Offenbach (tk/mad) - Die Offenbacher Stadtverordnetenversammlung hat gestern Abend mit den Stimmen der Koalition aus SPD, Grünen und Freien Wählern sowie der FDP den Notverkauf des städtischen Klinikums eingeleitet.

Die CDU enthielt sich nach einer vierstündigen Debatte voller Schuldzuweisungen der Stimme. Die Privatisierung wird notwendig, weil der Regierungspräsident einen weitern 30-Millionen-Zuschuss nicht genehmigen will. Die Alternative zum Verkauf wäre eine ungeordnete Insolvenz gewesen. Eine plötzlich abgebrochene Partnersuche hatte nur unzureichende Angebote erbracht.

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Regierungspräsident Johannes Baron (FDP) erläuterte im Gespräch mit unserer Zeitung seine Entscheidung, keine weitere Kapitalerhöhung durch die Stadt zu genehmigen. Er habe Offenbach in den vergangenen Monaten mit mehreren Verfügungen auf die dramatische finanzielle Lage hingewiesen, die Verantwortlichen hätten ein Jahr Zeit gehabt, ein Konzept zur Sanierung des Klinikums vorzulegen. Baron meinte, in Offenbach habe man seine deutlichen Signale offenbar erkannt.

Demonstration der Klinikum-Mitarbeiter

Demonstration der Klinikum-Mitarbeiter

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