Keine Studentenwohnungen

Mehrheit will Abriss des Klinik-Altbaus

Offenbach - Die CDU ist mit ihrer Idee gescheitert, den leer stehenden Altbau des Klinikums in ein Studentenwohnheim umzuwandeln.

Einen entsprechenden Prüfantrag, der von den Piraten und den Linken unterstützt wurde, lehnte das Stadtparlament in seiner Sitzung am Donnerstagabend mit der Stimmenmehrheit der Rathaus-Koalition und dem Argument ab, Ziel müsse der Abriss des 1974 errichteten Gebäudes sein. Die Kosten dafür wurden auf neun Millionen Euro beziffert.

Die Ansicht der Koalition brachte Tarek Al-Wazir (Grüne) auf den Punkt: Schon bei der Planung des Neubaus sei klar gewesen, dass der Altbau nicht zu retten sei, die Abrisskosten seien damals aber verdrängt worden. „Der Bau muss weg, so schnell es geht.“ Al-Wazirs Parteikollegin Lucia Gerharz ergänzte, die geschätzten 128 Millionen Euro für Entkernung und Sanierung der 14 Stockwerke werde kein Investor aufbringen.

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Zuvor hatte Roland Walter für die CDU erläutert, dass ein Studentenwohnheim nur eine Option sei. Die Bauruine stelle eine Belastung fürs Klinikum dar, vor der man die Augen nicht verschließen dürfe. Harald Ballo (CDU) betonte, es gehe um ein „bisschen Esprit“, was man mit dem Altbau machen könne. Er wies darauf hin, dass es in dem Gebäude neben Labor und Apotheke nach wie vor Privatambulanzen von Chefärzten gebe. 

mad

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