Krise des Klinikums

Fusion erhöht Druck auf Offenbach

Offenbach - Die zum 1. Januar 2013 geplante Fusion von Bürgerhospital, Clementine Kinderhospital, Hospital zum Heiligen Geist und dem Krankenhaus Nordwest in Frankfurt erhöht auch den Druck auf die Verantwortlichen am Klinikum Offenbach. Von Peter Schulte-Holtey

Dort wird bereits nach einem starken Partner gesucht „Der Zusammenschluss der Stiftungskrankenhäuser kann ein Vorbild für weitere Krankenhäuser im Rhein-Main-Gebiet und in Hessen sein“, sagte Hessens Sozialminister Stefan Grüttner auf Anfrage unserer Mediengruppe. Der CDU-Politiker fordert solche Synergien bereits seit einiger Zeit.

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Einzelkämpfer chancenlos

Krankenhäuser könnten zukünftig nicht mehr als Einzelkämpfer bestehen, sondern werden nur in gesellschaftsrechtlichen Verbundstrukturen erfolgreich sein können, so Grüttner. Er geht davon aus, dass mit dem Zusammenschluss Patientenversorgung und Wirtschaftlichkeit gestärkt werden. Das Verschmelzen der Frankfurter Kliniken zeige zudem, dass „die Initiative der Landesregierung zur Erarbeitung eines Konzept für die Bildung einer Kommunalholding auch für Bewegung bei nicht kommunalen Krankenhäusern sorgt“, so der Minister.

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Auch die neue Frankfurter Gesundheits- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) will nun mehr Kooperationen zwischen Krankenhäusern fördern. Diese seien nicht nur sinnvoll, um Arbeitsgebiete wie Wäsche, Medikamentenversorgung oder Verwaltung zu bündeln, sondern auch im medizinischen Bereich. Teure Einrichtungen wie Strahlentherapie müsse nicht jedes Haus bereithalten. „Die Frage ist, wo ist der beste Standort?“, sagte Heilig. Dabei sei es sinnvoll, auch über die Stadtgrenzen hinaus nach Partnern zu suchen - etwa auch in Offenbach, Hanau und Darmstadt. 

Rubriklistenbild: © Georg

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