Vorwurf der Untätigkeit beim Klinikum

SPD kontert Grüttner-Kritik

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Offenbach - Die SPD reagiert auf die massive Kritik, die der CDU-Vorsitzende Stefan Grüttner beim Neujahrsempfang seiner Partei an der Regierungskoalition geübt hat.

„Wenn man seit 16 Jahren nichts zu sagen hat, muss man anscheinend den Neujahrsempfang nutzen, um im Stile eines politischen Aschermittwochs auf den politischen Gegner einzudreschen“, wundert sich die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Nadine Gersberg.

Parteichef Dr. Felix Schwenke, dem Grüttner bescheinigt hatte, bislang als Dezernent noch nicht besonders in Erscheinung getreten zu sein, stimmt zwar dessen Aussage zu, Offenbach habe mehr Geld ausgegeben, als es habe. Aber: „Wir müssen für soziale Aufgaben, zu denen wir gesetzlich verpflichtet sind, mehr ausgeben, als wir haben. Für diese Aufgaben bekommen wir seit Jahrzehnten nicht die Ausgleichszahlungen, die uns eigentlich zustehen“, so Schwenke. Ausschließlich dies führe zu der angespannten finanziellen Lage Offenbachs. „Stefan Grüttner hätte sich längst in der Landesregierung dafür stark machen müssen, dass Offenbach gesteigerte Zuweisungen nach einem Sozialstrukturindex erhält“, meint Schwenke.

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Gersberg hält es für vermessen, dass ausgerechnet Grüttner die Verantwortlichkeit beim Klinikum von sich weise. Jahrelang habe er Fusionsbemühungen nicht unterstützt. Bei wichtigen Beschlüssen in der Stadtverordnetenversammlung sei er nicht einmal anwesend gewesen. „Verantwortung sieht anders aus“, kritisiert die Sozialdemokratin.

mad

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