Was wechselt den Besitzer?

Alle Teile des Klinikums im Schaufenster

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Offenbach - Nahe liegende Leserfrage zum eingeleiteten Verkauf des Klinikums: Was wird außer dem teuren, modernen Neubau eigentlich noch den Besitzer wechseln? Von Thomas Kirstein

Die Antwort fällt momentan vage aus: Das weiß noch keiner, das kommt auf die Bieter an, die mit Professor Dr. Dr. Friedrich Grimminger verhandeln werden. Wie berichtet, sind die Offenbacher weg von der Verkaufsfront, dort wird nach Maßgabe des Sozialministeriums der als Berater der Landesregierung tätige Ärztliche Direktor des Gesundheitszentrums Wetterau agieren.

Laut dem Offenbacher Klinikdezernenten, Bürgermeister Peter Schneider (Grüne), ist zunächst einmal alles im Schaufenster: der 180 bis 200 Millionen Euro teure Neubau, das vor Jahren für das Dreifache der veranschlagten Kosten umgebaute Rebentisch-Operationszentrum, der Betriebskindergarten, das Seniorenzentrum am Hessenring, der dem Abriss gewidmete alte Zentralbau, ein Grundstück in Bieber-Waldhof, diverse Tochterfirmen.

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Detaillierteres, so Schneider, wird für die Interessenten in einem virtuellen Datenraum einzusehen sein und wie auch etwa Vorstellungen zu Arbeitnehmerrechten Bestandteil eines Kaufangebots werden. Wie sich die einzelnen Anhängsel auf den Preis auswirken, steht in den Sternen. „Wenn einem die Kita oder das Seniorenheim ins Konzept passt, dann ist es ihm auch was wert“, so Schneider.

Er geht davon aus, dass der marode Zentralbau übernommen und schnellstmöglich abgerissen wird. Für eher unwahrscheinlich hält Schneider, dass nur der Neubau über den Verhandlungstisch geht und die Stadt weiterhin Eigentümerin des Dr.-Erich-Rebentisch-Zentrums bleibt.

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