Bei Ina kocht die Jugend

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Sind stolz auf die Eröffnung ihres Restaurants: Die Auszubildenden Jasmina Muric (links) und Jennifer Gundel. Schließen sie ihre Ausbildungen zu Fachkräften im Gastrogewerbe nach zwei Jahren erfolgreich ab, können sie mit einer 12-monatigen Verlängerung zu Restaurantfachfrauen ausgebildet werden.

Offenbach ‐ Dass es im neuen Ausbildungsrestaurant Ina gut schmeckt, davon hat sich Oberbürgermeister Horst Schneider bereits bei der Fastnachtssitzung der Kolping-Elfer überzeugt. „Die Küche des Gemeindesaals in Bieber hat Ina auf jeden Fall schon übertroffen“, sagte er bei der Eröffnung des Restaurants am Dienstagabend. Von Katharina Platt

Ina präsentiert sich mit originellen Ideen, geschmackvoller Einrichtung und jungen Gerichten als kleines Schmuckstück am Rande der Offenbacher Einkaufsmeile. Seit gestern lädt das Café und Restaurant täglich (außer sonntags) bis 22 Uhr zum Schlemmen und Genießen in die Luisenstraße 53.

Mit ihrem Konzept unterscheidet sich die Einrichtung deutlich von anderen gastronomischen Betrieben. Ina ist ein Ausbildungsrestaurant und bietet Jugendlichen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt nur schwer eine Lehrstelle finden, eine Ausbildungsnische. Drei junge Frauen werden bereits zur Fachkraft im Gastgewerbe ausgebildet, im März beginnt ein junger Mann eine Kochlehre. Noch in diesem Jahr sollen es mehr werden.

Nach der Fastnachtssitzung am vergangenen Wochenende, bei der das Team die Bewirtung übernommen hatte, ist die Eröffnung die erste große Bewährungsprobe. Souverän steuern die Azubis Jennifer Gundel und Jasmina Muric ihre vollen Tabletts durch die Menge. Freundlich bieten sie Sekt und Orangensaft an.

Überschaubare Stammkarte lockt Besucher

Viele Gäste sind gekommen, um den Träger des Projekts zu beglückwünschen. Seit einem Jahr bastelt die Initiative Arbeit im Bistum Mainz, die auch das Gelbe Haus in der Marienstraße unterhält, an der Umsetzung der Idee. Dank der Unterstützung des Diözesanverbandes Mainz und dem Kolpinghaus konnte aus Wunschdenken Wirklichkeit werden.

Die Vermietung der Räumlichkeiten habe dem Kolpingverein lange Zeit Kopfzerbrechen bereitet, verrät Eberhard Wernig, Vorsitzender des Kolpinghauses. Mit den jetzigen Mietern sei der Verein mehr als zufrieden. „Die Förderung der Jugend steht schon in der Satzung unseres Vereins“, sagt Wernig.

Ein Grußwort folgt dem anderen. Viele sind nicht mit leeren Händen gekommen. 10.000 Euro überreicht Toni Brunold, Vorsitzender im Kolpingwerk Diözesanverband Mainz, an Geschäftsführer Markus Hanse-Tolles. Auch die Stiftung „MitMenschen“ der PSD-Bank spendet für die Jugendlichen 20.000 Euro.

Im Parmesanrad geschwenkte Pasta und eine erlesene Käseauswahl machen Lust auf mehr. Im täglichen Betrieb locken eine überschaubare Stammkarte und wechselnde saisonale Angebote.

Damit sich die Zeit bis zum nächsten Restaurantbesuch überbrücken lässt, verkauft der angeschlossene Laden der Produktionsschule Verkauf des Gelben Hauses Chutney, Dips und eingelegtes Gemüse im Einmachglas.

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