Koenig und Bauer: Weiter Interesse an „manroland“

Düsseldorf/Offenbach - Der Würzburger Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) will erneut für Teile des insolventen Wettbewerbers „manroland“ bieten. Interesse hat KBA nach einem Bericht des „Handelsblatts“ (Mittwoch) vor allem an Teilen des Offenbacher Werkes.

Insolvenzverwalter Werner Schneider hat für den Standort Offenbach bislang keinen Käufer gefunden. „manroland“ hatte Ende November Insolvenz angemeldet. KBA hatte bald danach Interesse an Teilen des Unternehmens bekundet.

„Wir werden mit Sicherheit versuchen, noch einmal über noch offene Positionen zu sprechen“, sagte KBA-Vorstandschef Claus Bolza-Schünemann der Zeitung. Das Hauptwerk von „manroland“ in Augsburg übernimmt die Lübecker Possehl-Gruppe. In Plauen und in Offenbach sollen die Betriebe unter Federführung von Schneider und dem bisherigen Management zunächst fortgeführt werden, bis ein Investor gefunden ist.

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Die Branche kämpft seit 2008 gegen die Krise an, der Umsatz mit Druckmaschinen hat sich seitdem halbiert. KBA-Manager Bolza-Schünemann sieht nun aber Raum für Wachstum: „Wir haben eine Planung für die Jahre 2013 und 2014, die sieht jeweils ein jährliches Wachstum vor.“ Bereits in diesem Jahr soll der Umsatz um einen zweistelligen Millionenbetrag gegenüber dem Vorjahreswert von rund 1,2 Milliarden Euro wachsen.

dpa

Rubriklistenbild: © Th. Meier

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