KOMM legt guten Start hin

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Das Kaufhaus Offenbach Main Mitte (KOMM) soll zusätzliche Kunden aus dem Umland in die Offenbacher Innenstadt locken.

Offenbach - Vor nicht ganz vier Wochen hat das Kaufhaus Offenbach Main Mitte (KOMM) am Aliceplatz seine Pforten geöffnet – knapp 50 Geschäfte und Lokale auf drei Etagen locken die Kunden seitdem in den Konsumtempel auf dem ehemaligen Gelände unseres Verlagshauses. Von Denis Düttmann

Bereits im Vorfeld waren an das KOMM hohe Erwartungen geknüpft worden: So sollen nicht nur in dem neuen Einkaufszentrum gute Umsätze erzielt werden; vielmehr hegen Politik, Verbände und Einzelhändler die Hoffnung, dass es als Magnet zusätzliche Kunden aus der Region nach Offenbach zieht und so die ganze Innenstadt belebt. Oberbürgermeister Horst Schneider beschwört bei jeder Gelegenheit die positiven Impulse, die das KOMM in die gesamte Stadt aussende und schwärmt von blühenden Landschaften in der City. Der Besucheransturm der ersten Tage ist nun ein wenig abgeflaut, die meisten Offenbacher haben ihr neues Einkaufszentrum wohl schon einmal in Augenschein genommen und für die Einzelhändler im KOMM und den Rest der Innenstadt beginnt wieder das Alltagsgeschäft – Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen.

„Feedback ist durchweg positiv.“

Center-Managerin Daniela Ebel ist mit den ersten Wochen durchaus zufrieden. „Sowohl das Feedback der Mieter als auch der Kunden ist durchweg positiv“, sagt die 31-Jährige. Besonders freitags und samstags haben zahlreiche Kunden das KOMM besucht, auch der verkaufsoffene Sonntag sei ein Erfolg gewesen. „Wir hatten uns im Vorfeld durchschnittlich 17.000 Besucher pro Tag als Zielvorgabe gesetzt“, erklärt Ebel. „Diesen Wert haben wir in den ersten Wochen übertroffen.“ Die Center-Managerin glaubt, dass Besucherzahlen und Umsätze auch in Zukunft stabil bleiben werden. So sei der befürchtete Einbruch am vergangenen Wochenende ausgeblieben, als in Weiterstadt ein ungleich größeres Einkaufszentrum Eröffnung feierte.

Derzeit ist Daniela Ebel auf der Suche nach Mietern für die letzten freien Ladengeschäfte – noch stehen sieben Prozent der insgesamt 16.000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche leer. „Wir haben bereits erste Verhandlungen geführt und ich glaube, dass wir bald zum Abschluss kommen“, so Ebel. In Kürze werde auch die Geschäftsstelle des Center-Managements in das dritte Obergeschoss des KOMM einziehen und dann direkt vor Ort für die Kunden da sein. Beispielsweise sollen dort Warengutscheine verkauft werden, die in allen Geschäften des Einkaufszentrums eingelöst werden können. „Meine Aufgabe in Zukunft wird sein, gemeinsam mit den Mietern spezielle Aktionen zu planen, die immer wieder die Aufmerksamkeit auf das KOMM lenken“, erklärt Ebel.

Auch IHK zieht positives Resümee

Frank Achenbach, Referent für Wirtschaftspolitik bei der Industrie- und Handelskammer Offenbach, zieht ebenfalls ein positives Resümee nach den ersten Wochen: „Noch liegen keine genauen Zahlen vor. Ich habe jedoch das Gefühl, dass deutlich mehr Menschen in die Innenstadt kommen.“ Vor allem habe sich der Bewegungsradius der potenziellen Kunden erweitert: Lag vorher der Schwerpunkt auf der Frankfurter Straße, werden nun auch Große Marktstraße und Aliceplatz stärker frequentiert. Der IHK-Mann ist guter Dinge für die Zukunft: „Es ist eine permanente Herausforderung, die Frequenz hochzuhalten und immer wieder das Interesse der Kunden an der Innenstadt zu wecken. Ich glaube aber, dass der Offenbacher Einzelhandel dieser Aufgabe gewachsen ist.“

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