Kommentar: Alles aus einer Hand

+
Peter Schulte-Holtey

Veränderungen, die den Druck aufs Ketteler Krankenhaus in Offenbach erhöhen werden: Es gerät jetzt ins Fahrwasser eines großen Konzerns mit tausenden Beschäftigten. Von Peter Schulte-Holtey

Eine logische Entwicklung, denn natürlich müssen sich auch kirchliche Träger in Zeiten massiven Spardrucks auf die Kliniken mit Zielen wie Prozessoptimierungen und Ausschöpfen von Synergieeffekten beschäftigen.

Wenn also nun Manager aus Saarbrücken das Ruder übernehmen, heißt dies auch, dass in Zukunft in Offenbach mehr vernetzt wird. Viele konfessionelle Krankenhäuser betreiben ja bereits Einrichtungen für Kurzzeitpflege, Altenpflege und Behinderteneinrichtungen sowie Pflegedienste. Es hat sich - nach Meinung von Beobachtern - gezeigt, dass es viele Vorteile bietet, die Patienten rundum zu versorgen und auch nach einem Krankenhausaufenthalt weiter zu begleiten, zum Beispiel mit Unterstützung der örtlichen Caritas-Einrichtungen. Vor allem die wachsende Zahl älterer Patienten, die es zu spüren bekommen, dass Kliniken nach einer Operation immer früher entlassen, könnte von einer kirchlichen Organisation in der Region profitieren, die eine Versorgung von Erkrankten und Bedürftigen aus einer Hand anbietet.

Die entscheidende Frage für die Beschäftigen des Krankenhauses muss noch beantwortet werden: Muss Optimierung des Angebots immer mit Personalabbau einhergehen?

Kommentare