Safer Internet-Day

Kommentar: Auto ohne Führerschein

Notorische Internet-Verweigerer sind glückliche Menschen: Sie brauchen das Netz offenbar nicht zwingend und müssen sich mithin keine Sorgen um ihre Daten machen. Alle anderen - und das ist die große Mehrheit - müssen sich der Aufgabe stellen. Von Ralf Enders

Oder sie dürfen sich der Aufgabe stellen. Denn die Welt ist nicht schlecht, und das Internet ist es freilich auch nicht. Es ist eine große Wundertüte, die das Leben einfacher, schöner und lehrreicher machen kann. Bloß, dass man halt einiges beachten muss. Wie man im Straßenverkehr nicht mit 150 durch eine enge Kurve fährt, gibt es auch im Netz selbstverständliche Grundsätze der Vorsicht. Dass sie nicht immer eingehalten werden, liegt am verzögerten Eintritt der Folgen.

Der Rest ist Lernprozess und Abwägen von Vor- und Nachteilen. Wer ein bis in die Radkappen vernetztes Auto fährt, muss sich bewusst sein, dass Versicherungen ihre Tarife dem Fahrverhalten anpassen oder Werkstätten ihre Service-Angebote am registrierten Teileverschleiß ausrichten. Und wer in 20 WhatsApp-Gruppen ist, kann keine Vertrautheit erwarten. Viel wichtiger ist es aber, Kinder und Jugendliche an die Hand zu nehmen und ihnen zu zeigen, wie großartig das Netz ist. Aber auch, wo man böse auf die Nase fallen kann. Eine Zwölfjährige mit einem Smartphone hat so etwas wie ein Auto - einen Führerschein hat sie nicht.

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