„Schutzengel“ in Offenbach

Kommentar: Vorbildliches Handeln

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Peter Schulte-Holtey.

Nach der Ermordung eines tapferen Mannes an einem S-Bahnhof in München bestand die Gefahr, dass sich viele Menschen entmutigen lassen und einfach wegschauen, wenn sie in der Bahn oder auf der Straße unmittelbar mit Gewalt konfrontiert werden. Von Peter Schulte-Holtey

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Denn natürlich ist die Angst gewachsen, fürs beherzte Eingreifen unter Umständen mit dem Leben zu bezahlen. Doch ein 36-Jähriger belehrt uns eines besseren. Für ihn war die Tat in Bayern sogar ein Motivationsschub, als er jetzt am Bahnhof Offenbach-Ost einem Mädchen zur Seite sprang, das von jungen Männern geschlagen wurde. Für den „Schutzengel“ ist es nach eigenen Angaben selbstverständlich, für Schwächere Partei zu ergreifen. Das ist vorbildliches Handeln. Und es ist als Appell an die Passanten zu verstehen, die am Samstagabend achtlos die Gewalttat beobachtet haben: Zivilcourage sollte von jedem verlangt werden können - gegen die in jedem von uns hartnäckig bohrende Feigheit.

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