Fahren in der Oberklasse

Kommentar: Schulleiter verteidigen PPP

+
Christoph Zöllner

Offenbach - Dass die Schulen im Kreis Offenbach zu den schönsten im Land gehören, hat wohl nie jemand bestritten. Die Ergebnisse der Sanierung und Bewirtschaftung à la Public Private Partnership (PPP) können sich sehen lassen. Von Christoph Zöllner

Angesichts der explodierten Kosten von mehr als einer Milliarde Euro muss die Politik aber darüber diskutieren, ob der Preis dafür nicht viel zu hoch war und ob es auf anderen Wegen nicht haushaltsverträglicher abgelaufen wäre. Das zählt zu den Pflichten der Politik, um Fehler in Zukunft vermeiden zu können.

Doch diese Debatte gefällt nicht jedem: nicht den Verantwortlichen, die damals geplant, beraten und beschlossen haben, und nicht den Schulleitern, die den hohen Standard der hiesigen Schullandschaft zu schätzen wissen und beibehalten wollen. Denn bei der PPP-Debatte geht es nicht nur um die Vergangenheit, sondern vor allem um die Zukunft. Ende 2019 laufen die Verträge aus und das Facility-Management wird neu vergeben. Dann geht es um keine Sanierungen mehr, sondern nur noch um die Verwaltung und Bewirtschaftung der Schulgebäude. Und die Frage, ob der Kreis diese Aufgabe erneut Firmen überträgt oder künftig wieder selbst übernimmt.

Die Schulleiter aus dem Westkreis haben schon mal ein bemerkenswertes Zeichen gesetzt: Sie würden die Zusammenarbeit mit der Langener Firma SKE am liebsten fortsetzen. Das ist nachvollziehbar: Wer jahrelang im Oberklasse-Auto mit allem Komfort fährt, möchte keinen abgespeckten Kleinwagen mehr vor die Tür gestellt bekommen. Die Frage ist nur, welches Vehikel die Aufsichtsbehörden angesichts der miserablen Haushaltslage zulassen werden…

Klassisch und modern: Die besten Spick-Methoden

Kommentare