Problem ist hausgemacht

Kommentar zu Unfällen auf der A3

Schwarzer Montag auf der A3. Eine Frau stirbt, drei andere Menschen werden bei dem Auffahrunfall schwer verletzt. Vollsperrung für anderthalb Tage. Nichts geht mehr in der Region - und das schon zum zweiten Mal binnen weniger Wochen. Von Carsten Müller

Unfälle, Baustellen und andere Behinderungen haben auf der europäischen Hauptverkehrsader besonders schwere Auswirkungen - und ihre Folgen sind in der Region immer stärker zu spüren. Denn wie viel Verkehr Tag für Tag über das Frankfurter Kreuz rollt, wird besonders dann augenfällig, wenn sich Lkw-Kolonnen auf Umwegen über Landstraßen und durch Innenstädte quälen, wenn Arbeitskollegen mit fünf Stunden Verspätung im Büro erscheinen, weil der Weg vom Taunus ins Rhein-Main-Gebiet unmöglich geworden ist.

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Das Problem ist hausgemacht: Unsere Straßen sind über Jahrzehnte sträflich vernachlässigt worden, das Verkehrsnetz ist marode und chronisch überlastet. Und der Ausblick stimmt nicht gerade hoffnungsvoll. Die Zukunft bringt den Prognosen zufolge noch deutlich mehr Schwerverkehr. Wenn es nicht in naher Zukunft gelingt, Gütertransporte auf andere Verkehrsmittel zu übertragen, dazu den öffentlichen Personennahverkehr so auszubauen, dass er von der Bevölkerung angenommen wird, dürften wir noch weitere dieser schwarzen Montage erleben.

Bilder vom tödlichen Unfall auf der A3

Erneuter Unfall in der Baustelle auf der A3: Eine Tote

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