KOMM-Laster lädiert die Fußgängerzone

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Das Bitumen zwischen den Platten in der Frankfurter Straße ist zum Glück nur ein Provisorium.

Offenbach - Ein vom richtigen Weg abgekommener und besonders schwerer Lastwagen hat zahlreiche Platten in der Fußgängerzone zerstört. Der Fahrer des mit Materialien für die KOMM-Baustelle beladenen Schwertransporters hatte sich offenbar vom häufig regen motorisierten Verkehr in der Frankfurter Straße irritieren lassen und die falsche Route gewählt.

Die erst zehn Jahre alten Platten, die als Vorbild für die weitere Gestaltung der Innenstadt dienen, haben der Belastung nicht standgehalten.

„Da reißen die aus der einzigen schönen Straße Offenbachs in der Fußgängerzone einzelne Platten heraus und verfüllen die Löcher nur mit Bitumen“, hatte eine Leserin einen vermeintlichen Frevel an die Redaktion gemeldet. Ein Bauarbeiter habe ihr erklärt, er sei nur fürs Stopfen der Löcher zuständig, von neuen Platten wisse er nichts. Doch wird der aktuelle Zustand ein provisorischer sein, versichert Joachim Bier-Kruse vom Amt für Stadtplanung und Baumanagement. Da ein Lastwagen auf dem Weg zur KOMM-Baustelle die Platten zwischen Kaiserstraße und Aliceplatz beschädigt habe, handele sich um einen Versicherungsfall. Der Schaden werde anständig behoben. Zunächst galt es, zahlreiche Stolperfallen zu beseitigen. Und dazu dient das Bitumen.

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Oliver Gaksch, Sprecher der Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft ESO, die den Schaden notdürftig behob und die passenden Steine zur Ausbesserung nachbestellte, bittet die Bürger um Mithilfe: Wer weitere Stolperfallen in der Frankfurter Straße entdeckt, die noch nicht geflickt oder per Hinweisschild kenntlich gemacht sind, melde diese beim ESO-Kundenservice unter  80654545. Gaksch hofft, dass die neuen Platten noch im Frühjahr verlegt werden können.

Die Frankfurter Straße wurde zwischen Marktplatz und Kaiserstraße 1999 neu gepflastert. Erst 2007 waren aufwändige Ausbesserungs- und Reparaturarbeiten angefallen, die rund 95 000 Euro verschlangen, von denen den Löwenanteil (62 500 Euro) die Baufirma zahlen musste, die einst die Platten verlegt hatte. Die Stadt hatte seinerzeit die Qualität der Ausführung beanstandet. Wie teuer die neuerliche Ausbesserung wird, ist noch nicht abzuschätzen.

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