Partys für Freunde elektronischer Musik

Kommune 2010: Perfekte Großstadtliebe

Freunde elektronischer Musik kommen bei der „Großstadtliebe“ auf ihre Kosten. - Foto: Nguyen

Offenbach - Die Kommune 2010 an der Sprendlinger Landstraße bietet Bands und Künstlern viel Raum, sich zu entfalten. Auf dem Freigelände steigen außerdem Partys aus der Reihe „Großstadtliebe“. Von Khang Nguyen

Angefangen hat alles mit einer Idee. So hatten Max Buchalik, DJ und Hauptorganisator der Party, und ein paar Freunde vor wenigen Jahren spontan Lust zum Feiern. Allerdings nicht in einem der komplett designten Clubs, die es in Frankfurt zuhauf gibt. Kurzerhand besorgten sie sich ein Zelt, ein paar Kästen Bier und sonstige Getränke und legten selbst die Musik auf, die sie hören wollten. „Zu diesem Zeitpunkt hätte keiner von uns gedacht, dass das irgendwann so groß werden würde“, erinnert sich Buchalik, der seit einiger Zeit in Berlin wohnt.

Für die späteren Partys hatten die Initiatoren unter der Brücke am Kaiserleikreisel einen neuen Platz gefunden – bis die Veranstaltung so groß wurde, dass die Behörden einschritten. Doch Buchalik wollte Offenbach nicht verlassen: „Die Stadt ist noch nicht so verbraucht und überbucht wie Frankfurt und zudem noch offen für neue Projekte“, erklärt der DJ seine Entscheidung.

Mit der Kommune 2010 auf dem ehemaligen Fredenhagen-Gelände an der Sprendlinger haben sie einen Ort gefunden, der perfekt für die „Großstadtliebe“ sei. Und es ist längst keine reine Tanzveranstaltung mehr wie noch zu Kaiserlei-Zeiten: Auf dem Gelände stand ein Glücksrad, unweit davon befand sich zum ersten Mal der sogenannte „Beach-Floor“, auf dem die Gäste im Sand tanzten. Immer wieder liefen Mädels durch die Menge und verteilten kostenlos Wassereis. Wem das nicht genügte, der konnte seinen Hunger an der Grillstation stillen. Es war eben mehr als nur eine Party – ein Festival, das zum Verweilen bei stimmungsvoller Musik einlädt. Und diese Mischung aus Feiern, Tanzen und Festival lockt regelmäßig fast 2000 Freiluftfans in die Kommune.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Auch Patrick Luka, Verantwortlicher für das Gelände, sieht viele Vorteile für beide Seiten: „Die ,Großstadtliebe’ trägt erheblich zum Fortbestand der Kunst und Kultur bei.“ Damit meint er die Reinvestierung der Einnahmen in die Proberäume auf dem Areal. Zum Saisonauftakt der Reihe tanzten die Anhänger der „Großstadtliebe“. Über den Feiernden stiegen Seifenblasen empor, während leichter Nieselregen einsetzte. Wer keine Lust aufs Tanzen hatte, plauderte beim Bier mit Freunden.

Die Veranstaltung lebt auch vom Netzwerk Facebook: Auf der Eventseite wird sich verabredet, wird kommentiert oder wird auch schon mal vor Zivilpolizisten gewarnt. Die offizielle Fanseite zählt knapp 8000 Fans. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

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