Maskenpflicht für Grundschüler aufgehoben

Kontaktbeschränkungen in Offenbach bis 6. September verlängert

Plakat mit Information für Reiserückkehrer
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Mit Plakaten wirbt die Stadt für die Corona-Maßnahmen.

Seit Offenbach vergangene Woche die vierte Warnstufe des Corona-Eskalationskonzeptes erreichte, herrschen strenge Kontaktbeschränkungen in der Stadt. Zwar lag am gestrigen Donnerstag die 7-Tage-Inzidenz mit 48,2 Fällen erstmals wieder unter dem Warnstufenwert von 50, doch Lockerungen sind noch keine in Sicht: Erst wenn die Stadt sieben Tage hintereinander einen Wert von unter 50 aufweist, können die mit dem Land vereinbarten Einschränkungen des öffentlichen Lebens zurückgefahren werden.

Offenbach - Quarantäne-Pflicht, Maskengebot und Obergrenzen für Versammlungen werden daher vom städtischen Krisenstab bis einschließlich Sonntag, 6. September, verlängert. „Die Zahlen müssen möglichst schnell wieder gesenkt werden, um die Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Gastronomie, Kultur und Sport so gering wie möglich zu halten. Deshalb müssen die Maßnahmen zunächst hart bleiben“, sagt Oberbürgermeister Felix Schwenke.

Das bedeutet, dass in der Gastronomie, in Hallen, Sanitär- und Umkleideräumen weiterhin Maskenpflicht herrscht. Aufenthalte im öffentlichen Raum sollten nach Empfehlung der Stadt auf das Nötigste beschränkt werden. Treffen dürfen sich in der Öffentlichkeit, aber auch in Gaststätten, Bars und Cafés maximal fünf Personen aus zwei Hausständen. Außerdem gilt weiterhin für die Gastronomie die nächtliche Sperrstunde von Mitternacht bis 6 Uhr.

Obergrenze für private Zusammenkünfte

Größere Veranstaltungen sind auf 100 Personen gedeckelt, bei privaten Zusammenkünften sind bis zu 50 Personen erlaubt. Für das Treffen von Senioren sind höchstens 25 Personen gestattet. Sport darf weiterhin nur kontaktfrei oder mit maximal zehn Personen ausgeübt werden, im Waldschwimmbad gilt eine Obergrenze von 100 Personen pro Zeiteinheit.

An den Schulen gilt weiterhin eine Maskenpflicht auch im Unterricht – lediglich für Grundschüler wurde sie wegen niedriger Infektionszahlen aufgehoben.

Plakate weisen auf Hygiene-Regeln hin

Auf die bestehenden Regeln, etwa die Quarantäne- Pflicht für Reiserückkehrer oder das Abstandsgebot von 1,50 Metern, weist die Stadt mit einer neuen Plakataktion hin. Durch Infos und Aufklärung hofft die Stadt, die Zahl der Neuinfektionen weiter eindämmen zu können.

Bereits vergangene Woche hatte Bürgermeister und Ordnungsdezernent Peter Freier angekündigt, dass die Stadt die Einhaltung der Regelungen scharf kontrollieren werde. Nachdem zuvor vor allem Maskenverweigerer ins Visier der Ordnungsbehörde genommen wurden, kontrollierte die Stadt nun besonders die Einhaltung der Quarantäne-Regelung: Bei insgesamt 59 Personen klingelte die Stadtpolizei bisher an der Tür, um zu überprüfen, ob diese sich auch in häuslicher Isolation befinden. Gegen sechs Personen wurden wegen Nichteinhaltung der Quarantäne bereits Bußgeldverfahren eingeleitet. „Die Bußgelder fangen hier bei 1 000 Euro an“, betont Freier. Immerhin scheinen die Maskenkontrollen im ÖPNV Wirkung gezeigt zu haben, am Donnerstag wurden keine Verstöße gemeldet.

Nachzutragen ist, dass unter den positiv Getesteten der letzten Tage auch ein Kind aus der Erich-Kästner-Schule ist. Deswegen mussten 13 Schüler und drei Lehrer der Schule in Quarantäne.

Von Frank Sommer

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