Kontakte von Ex-OFC-Profi verhelfen zu preiswertem Rasenplatz

Tragschicht kommt aus Commerzbank-Arena

Der frühere Kickers-Spieler Stefan Schummer ist bei der GBM der Objektleiter für Sportanlagen.

Offenbach - Ein frisches, sattes Grün, wie es derzeit trotz einer Regenwoche in Offenbach eher selten ist: Dem Fußballer und Fußballkenner hingegen hüpft angesichts einer solchen Rasenfläche das Herz; der Drang, die Kickstiefel anzuziehen, lässt sich kaum unterdrücken.

So geht es zumindest Stefan Schummer, von Ende der 80er bis Ende der 90er Profi bei den Kickers. Heute ist er Objektleiter Sportanlagen bei der Gebäudemanagement-Gesellschaft (GBM). Seiner Initiative ist ein neuer Rasenplatz zu verdanken: Vier Jahre lang lag der „Ricotenplatz“ (Belag aus Baumrinden) im Süden der Sportanlage Bierbrauerweg brach. Er war im Lauf der Jahre unbespielbar geworden und musste schließlich wegen Unfallgefahr vor anderthalb Jahren gesperrt werden. Angesichts der Platznot in Offenbach ein Unding – zumal die Fläche am Bierbrauer Weg mit Flutlicht ausgestattet und somit auch in den Wintermonaten gut zu nutzen wäre.

Nun ist der Platz in einen Naturrasen umgewandelt worden. Gewöhnlich betragen die Kosten für eine solche Maßnahme zwischen 130.000 und 150.000 Euro. In diesem Fall konnten die Offenbacher jedoch auf Unterstützung aus der Commerzbank-Arena zurückgreifen. Dank der guten Kontakte Stefan Schummers zu den Frankfurter Kollegen hat die GBM die so genannte Rasentragschicht kostenlos erhalten.

Diese muss in Bundesligastadien wie in Frankfurt regelmäßig ausgetauscht werden. Und wird meist einfach entsorgt – obwohl sie kaum Abnutzungsspuren oder qualitative Mängel aufweist. Allein für den Transport waren Schummers Organisationstalent und eine gute Abstimmung mit Dienstleistern aus der Unternehmensgruppe gefragt. Am Ende sind die Kosten – auch dank der Eigenleistung innerhalb der Stadtwerke – auf ein Drittel reduziert worden.

OFC-Gegner und Entfernungen in der Regionalliga

Im Oktober vergangenen Jahres hatten die Bauarbeiten begonnen. Zunächst musste der alte Rindenbelag weichen. Im Anschluss wurden Drainagen repariert, Beregnungsanlagen eingebaut und erweitert sowie die Wasserspeicherschicht verbessert. Zum Schluss trug man im April die neue, 5500 Quadratmeter bedeckende Rasenschicht auf.

Nach der Neueinpflanzung muss der Platz bis in den Herbst ruhen, um seine endgültige Spielfestigkeit zu erlangen. Dann fehlen nur, wie Fachleute sagen, die „finale Besandung“ und eine letzte Düngung. Danach steht der neu gewonnene Fußballplatz ab Oktober für sportliche Aktivität zur Verfügung. (tk)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare