Korrekturen am Wirtschaftsplan

+
Die neue Führung der Stadtwerke Holding muss zwar nicht nachsitzen, aber doch nachbessern - von links: Peter Walther, Joachim Boeger, OB Horst Schneider und Dieter Lindauer.

Offenbach ‐ Die neue Führung der Stadtwerke Holding (SOH) muss zwar nicht nachsitzen, aber doch nachbessern. Den Aufsichtsrat hat der noch vom zwischenzeitlich in den Ruhestand gewechselten Geschäftsführer Joachim Böger verantwortete Wirtschaftsplan für 2010 zwar passiert. Von Thomas Kirstein

Der Magistrat jedoch gab dem neuen SOH-Chef Peter Walther, seit 1. Januar offiziell im Amt, noch die Hausaufgabe mit, einen neuen aufzustellen. „Es gab aus der Politik noch ein paar Nachfragen, im Aufsichtsrat haben sich einige enthalten“, sagt Oberbürgermeister Horst Schneider, der Vorsitzende beider Gremien. Dabei gehe es um nichts Gravierendes.

Strittige Punkte sind hauptsächlich Investitionen und Personal. Die SOH soll genauer ausführen, warum sie Geld in bestimmte Projekte stecken will. Unter anderem geht es darum, ob die Stadt weiter in die Photovoltaik investieren soll oder man das Geschäft mit der Sonnenenergie nicht besser Privaten überlässt.

Zusätzlichen Aufgaben muss Rechnung getragen werden

Erläutert bekommen hätten Politiker zudem gern, warum die Mannschaft der eigentlichen Holding, der Steuerungseinheit für die 16 Stadt-Gesellschaften, verstärkt werden soll. Gegenwärtig sind es 17 Stellen, zwei mehr wären auch nach Auffassung von Chef Peter Walther schon notwendig.

Zu den Personalvorstellungen befragt, sagt er, den vielen zusätzlichen Aufgaben müsse Rechnung getragen werden. Dass für Magistrat und Stadtverordnete mehr qualifizierte Vorlagen fristgerecht erarbeitet werden müssten, bedeute einfach „mehr Papierkram“. Projekte wie Stadion oder Hafenviertel erforderten eine Verstärkung von interner Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

Wir wollen doch keinen strategischen Wasserkopf in der SOH aufbauen“, meint Peter Walther und verspricht einen Wirtschaftsplan, der die Informationsbedürfnisse aller Verantwortlichen befriedigen werde.

Kommentare