Kostbare Schätze heben

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Ein beeindruckender Raum, den (von links) Kai Schmidt, Rafael Jimenez Heckmann und Thomas Kypta mit noch mehr Leben füllen wollen. Für ein vielfältiges städtisches Kulturleben gibt es reichlich Platz in Offenbach, finden sie.

Offenbach - Jenseits des Mainstream und doch für alle: Offenbach am Meer startet Veranstaltungsreihe in der Heyne-Kulturfabrik. Von Simone Weil

Als Perlentaucher versteht sich der Verein Offenbach am Meer. Wer ein bisschen tiefer taucht oder lange genug am Strand buddelt, kann dort Schätze jenseits des Üblichen entdecken. Diese ungewöhnlichen Kostbarkeiten zwischen Pop und Experiment macht die Initiative für alternative Kultur gerne zugänglich. Konzerte, Lesungen, Performances, Club- und Filmabende sind an verschiedenen Orten zu erleben: im Hafen 2, im Waggon am Kulturgleis, mal im Kulturzentrum an der Sandgasse 26 oder in der Kulturhalle Schanz.

Ganz neu entdeckt haben die Veranstalter, die sich seit neun Jahren ehrenamtlich engagieren, jetzt die Heyne-Kunstfabrik. Dort hat Thomas Kypta ein Stockwerk unter seiner Werbeagentur „etage3“ vor einem Jahr seine eigene Galerie initiiert. Seitdem lädt der Gestalter zu Ausstellungen mit Werken von ihm geschätzter Künstler ein. Darüber hinaus nutzt auch der Bund Offenbacher Künstler die Räume, um Arbeiten von Mitgliedern und Gästen präsentieren zu können.

Party gehört zum Konzept

Kai Schmidt und Rafael Jimenez Heckmann von Offenbach am Meer waren so begeistert vom größten Raum der Ausstellungsfläche, dass sie mit Kypta ein neues Projekt ausgeheckt haben, das am Freitag, 29. Oktober, 21 Uhr, unter dem Namen Heyne-Kulturfabrik an den Start geht.

Bereits mit der ersten Veranstaltung wird deutlich, in welche Richtung die Reise gehen soll. Beim Auftakt tritt Lars Rudolph mit seiner Gruppe Mariahilf auf. Der Schauspieler, der auf skurrile Typen abonniert ist, spielt Trompete, singt deutsche Texte zu schräg-schönen Melodien und wird von drei Mandolinen und einer Säge begleitet. Anschließend legen die DJs Christian Strobel und Pierre Van Keerckvoorde auf. „Ein Traumprogramm, das sind unsere Lieblingskünstler“, meint Heckmann. Auch die Partys „bis tief in die Nacht“ gehören zum Konzept. Dahinter steckt die Idee, dass das Publikum nicht einfach blitzschnell wieder auseinandergeht.

http://www-offenbach-am- meer.net

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