Filmschaffende machen von sich reden

Kreative Köpfe aus Offenbach

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Carsten Strauch

Offenbach - Hessen hat zwar keine Filmstudios wie Potsdam-Babelsberg oder München-Grünwald, wohl aber eine ganze Anzahl kreativer Köpfe. Von Harald H. Richter

Einer von ihnen ist der 1971 in Offenbach geborene Carsten Strauch: Abitur am Albert-Schweitzer-Gymnasium und Studium an der Hochschule für Gestaltung (HfG).

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Bereits damals drehte er verschiedene Kurzfilme, u.a. „Das Taschenorgan“, „Heavy pregnant“, „Das grüne Schaf“ und erhielt dafür Auszeichnungen, wie den Hessischen Filmpreis sowie zahlreiche Prädikate und Preise auf nationalen wie internationalen Festivals. Inzwischen ist er als Schauspieler, Autor und Regisseur gefragt. Sein erster Kinospielfilm „Die Aufschneider“ entstand 2007. Ebenso begegnete man Strauch in zahlreichen TV-Filmen und Serien von ARD und ZDF sowie der privaten Fernsehkonkurrenz. Nicht selten zeigte Strauch in einem Projekt seine ganze künstlerische Bandbreite und agierte als Schauspieler, Regisseur und Autor. Am bekanntesten ist die Comedy-Serie „Götter wie wir“, Ende 2012 auf ZDF Kultur mit einem großen Knall gestartet. Sie wurde dieses Jahr mit einer Grimm-Preis-Nominierung bedacht.

Aber Strauch nimmt sich auch ernsterer Themen an. „Jonathan“ ist ein solches und schildert die Geschichte eines Jungen, der der gerade sein Abitur gemacht hat, aber noch nicht mit seinem Leben beginnen kann. 12 000 Euro Produktionszuschuss gab es dafür durch die hr-Filmförderung, noch einmal 5000 Euro für das Drehbuch von Piotr J. Lewandowski.

Der 38-jährige gebürtige Pole studierte gleichfalls an der HfG und war Co-Regisseur bei der Comedy-Serie. Strauch und Lewandowski arbeiten häufig in gemeinsamen Projekten, wie bei den Kurzspielfilmen „Janek“ (2006) und „Fliegen“ (2009) mit Jacob Matschenz in der Hauptrolle. Die deutsche Film- und Medienbewertung zeichnete Lewandowskis Inszenierung mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ aus. Die Entwicklung des Spielfilms „Kopfüber“ des Regisseurs Bernd Sahling hat David P. Steel mit seiner Offenbacher Agentur Steelecht betreut. Dank der Unterstützung des Kuratoriums junger deutscher Film und der Hessischen Filmförderung konnte „Steelecht“ Mittel für Castings und das Drehbuch zur Verfügung stellen.

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