Kreative Kompetenz

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Für 55.000 Euro hat die Hochschule alle Fluren und Treppenhäuser hergerichtet. Damit ist die bauliche Ertüchtigung abgeschlossen.

Offenbach - Ehrenvoller Auftrag für die Hochschule für Gestaltung (HfG): Mit der Hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) soll sie ein neues Konzept für die eDIT erarbeiten. Von Markus Terharn

Das seit 1998 in Frankfurt etablierte Filmemacher-Festival soll zum Forum für die Zukunft des Bewegtbilds im digitalen Zeitalter werden. Der Fokus liegt auf Nachwuchsförderung und Talentvermittlung.

Von einer sehr guten Nachricht spricht HfG-Präsident Professor Bernd Kracke, der sich freut, „dass das Land auf die kreative Kompetenz der Hochschule setzt“. Hintergrund ist seinen Worten zufolge, dass die Stuttgarter Messe FMX der eDIT den Rang abgelaufen hat. „Die haben das gleiche gemacht, nur besser“, urteilt Kracke. Das neue Festival werde auch einen neuen Namen tragen. In die Finanzierung teilen sich Land Hessen (700.000 Euro), Landesanstalt für Privaten Rundfunk (100.000 Euro) und Stadt Frankfurt (50.000 Euro).

In der rechten Kapelle des Isenburger Schlosses hat das Zukunftslabor hfg21 seinen neuen Arbeits-, Tagungs- und Ausstellungsraum bezogen. Dot beschäftigen sich Professoren, Mitarbeiter und Studenten mit der Planung des Neubaus im Hafen. Statt derzeit 8000 Quadratmetern auf dem Hauptcampus sowie 2500 in der Dependance Geleitsstraße sollen dort 13.000 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Dem quantitativen Raumprogramm folgt das qualitative, das die Nutzfläche mit Funktionen füllt. Es mündet in ein 100-seitiges Büchlein, das der Vorbereitung des Architektenwettbewerbs dient. Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres soll es so weit sein. Zu klären ist auch die Öffnung zum Umfeld, etwa zu Heyne-Kunst-Fabrik, Club Robert Johnson und neuem Hafen 2. Eine „Kultur- und Kreativachse“ schwebt Kracke vor.

Schlossplatz wird umgebaut

Weitere frohe Kunde: Hessens Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat die Neugestaltung des Schlossplatzes genehmigt. Für 1,1 Millionen Euro wird er gepflastert und an mehreren Seiten begrünt. Bestandteile der Planungen des Stuttgarter Architekturbüros Lederer-Ragnarsdottir-Oei sind außerdem ein Beleuchtungskonzept, eine Projektionsleinwand sowie Parkflächen für Autos und Fahrräder. Baubeginn soll im Frühjahr 2013 sein, die Bauzeit beträgt drei bis vier Monate. Kracke es weiß zu würdigen, dass die Stadt mit der Pflasterung der Schlossstraße in Vorleistung getreten ist.

Abgeschlossen ist die bauliche Ertüchtigung des Hauptcampus aus Mitteln des Konjunkturpakets II von Land und Bund. Nach Abschluss von Brandschutzarbeiten und Einrichtung einer Cafeteria wurden Fluren und Treppenhäuser für 55.000 Euro einheitlich geweißt.

Auch Personalien sind zu vermelden. Kracke, von einer erstmals eingesetzten Findungskommission zur Wiederwahl vorgeschlagen und mit 92,3 Prozent erneut gewählt, steht für weitere sechs Jahre an der Spitze der Hochschule. Seine Ernennungsurkunde ist eingetroffen. Marianne Löhr bildet das neue Internationale Büro. Sie kümmert sich um Vermittlung von HfG-Studenten ins Ausland, Steigerung des Anteils ausländischer Studenten in Offenbach (derzeit fünf Prozent) sowie Ausbau der Hochschulkooperationen.

Vier Professoren halten heute ihre Antrittsvorlesung: Kultur- und Techniktheoretiker Dr. Martin Gessmann vom Fachbereich Produktgestaltung spricht über „Die neue Gestaltung der Technik“. Es folgen drei Kollegen vom Fachbereich Visuelle Kommunikation. Sascha Lobe liefert einen Lagebericht zur Typografie. Dr. Juliane Rebentisch befasst sich philosophisch-ästhetisch mit der „Gegenwart der Gegenwartskunst“. Illustrator und Grafikdesigner Eike König stellt den „HfG After School Club“ vor. Die Vorlesung um 17 Uhr in der Aula (Schlossstraße 31) ist öffentlich.

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