Partys ohne größere Zwischenfälle

Kreis Offenbach feiert lautstark WM-Titel

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WM-Party in Heusenstamm

Offenbach - In Offenbach, Hanau, Frankfurt und ganz Hessen haben die Menschen in der Nacht den Weltmeistertitel der deutschen Nationalelf gefeiert. Die Polizei war bis etwa 3 Uhr in der Nacht in der Offenbacher Innenstadt unterwegs.

Schon wenige Minuten nach dem Schlusspfiff in Rio de Janeiro fuhren die ersten Autos hupend durch die Straßen, überall lagen sich die Fans jubelnd, tanzend und singend in den Armen. Im ganzen Land wurden Böller gezündet und Fahnen geschwenkt. Ebenfalls im Kreis Offenbach. „Der Verkehr kam zum Erliegen“, sagte uns ein Polizeisprecher. Es gab jedoch glücklicherweise keine Unfälle oder größeren Zwischenfälle. Trotzdem sind bei der Polizei zahlreiche Anrufe eingegangen. Der Grund: Ruhestörungen. Gegen 3 Uhr beruhigte sich in der Offenbacher Innenstadt die Lage. Die meisten Fans trafen sich auf der Berliner Straße. Am Rande der WM-Feierlichkeiten in Offenbach kam es lediglich zu Rangeleien, zwei Polizisten wurden dabei leicht verletzt. Ein Beamter habe einen Böller abbekommen, ein anderer einen Tritt in den Rücken erlitten.

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Zehntausende Hessen hatten das Spiel bei Public Viewings verfolgt. Allein in der ausverkauften Frankfurter Commerzbank-Arena sahen 50.000 das Finale gegen Argentinien. In den Straßen der Frankfurter Innenstadt gab es zwischen Zeil und Main in den Stunden nach dem Schlusspfiff kaum ein Durchkommen für Busse und Straßenbahnen. Nach Schätzungen der Polizei beteiligten sich rund 1200 Autos am Korso vor allem rund um die Hauptwache. Leider wurde eine Frau durch eine Benglo-Fackel schwer verletzt. Zudem fing ein Auto Feuer. Auch in vielen anderen Städten gab es Großveranstaltungen, etwa in Wiesbaden oder Fulda. In den Fußgängerzonen reihte sich ein Fernseher an den anderen. In Darmstadt feierten Tausende in einem Tunnel mitten in der Stadt. Nach Angaben der Polizei dürften mindestens 10.000 Begeisterte in der Innenstadt unterwegs gewesen sein. Der City-Tunnel unter dem zentralen Luisenplatz war traditionell der Haupt-Treffpunkt, mit Vuvuzelas, Sprechchören, Deutschlandfahnen und Selfies ohne Ende.

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Knapp 200 Argentinier verfolgten das Endspiel in einer Tangoschule in Frankfurt. Viele waren mit den blau-weißen Trikots der Nationalmannschaft gekommen. Auf fünf Leinwänden und Bildschirmen im Saal, der angrenzenden Bar und in einem Zelt auf der Straße verfolgten sie das Spiel in Rio - in immer bangerer Stimmung. Nach dem Abpfiff leerten sich die Reihen schnell. Als in Rio der Pokal überreicht wurde, durfte auch ein Hesse im Maracanã-Sadion mitjubeln: Shkodran Mustafi aus Bebra (Kreis Hersfeld-Rotenburg). Wie Tom Bartels, ARD-Kommentator des Endspiels berichtete, hatte er von seiner überraschenden Nach-Nominierung kurz vor Beginn des Turniers an einer Tankstelle in Bebra erfahren. Dann verletzte er sich beim Achtelfinalspiel gegen Algerien (2:1) und fiel für den Rest der WM aus.

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dr/dpa

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