Kriminalität: Region wird sicherer

Offenbach - Verbrecher sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Aus Dieben werden Internetkriminelle. Das belegen die Kriminalitätsstatistiken der vergangenen Jahre. Abzocke hat Konjunktur. Von Ralf Enders

Diesen Trend bestätigt auch die Kriminalitätsstatistik 2012 für das Polizeipräsidium Südosthessen, das die Städte Offenbach und Hanau sowie die Kreise Offenbach und Main-Kinzig umfasst. Polizeipräsident Roland Ullmann hat das Zahlenwerk gestern vorgestellt.

Abgesehen davon, dass jede Straftat eine zu viel ist, hatte Ullmann sichtlich Freude. „Der Sicherheitsstandard in der Region hat sich deutlich verbessert“, sagte er. Grund für seinen Stolz: Die Zahl der erfassten Fälle sank gegenüber 2011 um 3 Prozent auf nunmehr 50 661 - die niedrigste Zahl seit Bestehen des Präsidiums. Auch die Aufklärungsquote erreicht einen historischen Spitzenwert, 58,0 Prozent aller Täter wurden ermittelt. Vor 20 Jahren waren es nur 29,8 Prozent.

Weniger als der Hessen-Schnitt

5 817 Delikte pro 100. 000 Einwohner wurde registriert. Das ist weniger als der Hessen-Schnitt von 6 494. Allerdings gibt es hier regionale Unterschiede: Von großstadtüblichen 10 900 Fällen in Offenbach bis zu weit unterdurchschnittlichen 3 612 im ländlichen Main-Kinzig-Kreis.

Viele Zahlen, die die Realität freilich nur unzureichend widerspiegeln. So weist die Statistik erneut einen deutlichen Anstieg der Wohnungseinbrüche aus. Hierfür machen die Ermittler vor allem osteuropäische Banden verantwortlich, die die exzellenten Verkehrswege der Region für ihre Beutezüge nutzen.

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„Das Internet hat Zukunft“, sagte der Leiter der Kriminaldirektion, Klaus Blaesing, zu einem weiteren Arbeitsschwerpunkt. Mehr als 80 Prozent der Online-Straftaten sind Betrugsfälle.

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