Krise trifft Arbeitsmarkt in Region hart

Offenbach - (ku) Im Griff der Rezession: Die Weltwirtschaftskrise trifft den regionalen Arbeitsmarkt immer härter. Die Zahl der Erwerbslosen in Stadt und Kreis Offenbach sowie in Hanau ist weiter gestiegen. Nach Ansicht von Experten steht das Schlimmste auf dem Arbeitsmarkt aber noch bevor.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Offenbach ist die Zahl der Erwerbslosen im Juli um 6,5 Prozent oder 877 auf 14 439 Menschen gestiegen. Im Vergleich zum Juli 2008 sind das 3,6 Prozent mehr, wie die Agentur in Offenbach gestern mitteilte. Die Quote habe im Juli bei 8,2 gegenüber 7,7 Prozent im Juni gelegen. Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Hanau ist im Juli um 489 auf 13 848 Menschen gestiegen, ein Anstieg um 2 118 Menschen gegenüber dem Vorjahr. Die Quote kletterte auf 6,6 gegenüber 5,6 Prozent im Juli 2008.

In Hessen lag sie im Juli bei 7,0 Prozent. Das seien 0,2 Punkte mehr als im Juni und 0,3 Punkte mehr als im Juli 2008, teilte Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Insgesamt waren rund 216 600 Menschen ohne Arbeit, 5 800 mehr als im Vormonat. In Deutschland erhöhte sich die Zahl der Menschen ohne Job im Juli zwar nur um 52 000 auf 3,462 Millionen, wie die BA in Nürnberg mitteilte. Ohne die Statistikänderung zum 1. Mai hätte der Anstieg 82 000 betragen. Die Aussichten sind allerdings düster. „Für den Arbeitsmarkt gilt ganz klar, dass die Belastung steigen wird“, sagte BA-Chef Weise. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund sieht kein Entwarnungssignal. Für den Herbst sei „eine deutliche Verschlechterung“ zu befürchten.

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