„Waldkulisse für Gewerbe ungeeignet“

Arbeitskreis Waldhof: Kritik an Masterplan

Waldhof - „Als ob ein Goldschatz in der Waldkulisse versteckt wäre, wird immer wieder versucht, den Streifen an der S-Bahn-Station Waldhof als Gewerbegebiet nutzbar zu machen.“

So reagiert der Arbeitskreis Waldhof auf die Anregung im Offenbacher Masterplan, auf diesem Streifen entlang der Seligenstädter Straße die vorhandenen Gewerbeflächen im Industriegebiet Bieber-Waldhof zu arrondieren. „Aber dieser Streifen ist mit seinen 30 Metern Breite eigentlich viel zu schmal für einen Industriebetrieb“, argumentiert Peter Heckt als Sprecher des Arbeitskreises. „Kein Lkw könnte einfahren, geschweige denn drehen.“

Und auch kleinere Betriebe hätten durch die Straße und die S-Bahn vor der Haustür eine immense Lärmbelastung für die Mitarbeiter. „Es hat sich auch, soweit bekannt ist, kein Interessent für das Grundstück gemeldet“, so Heckt. „Dies bedeutet, dass eine Rodung der Waldkulisse zu einer Brache führen würde, die zur Ablagerung von Müll geradezu einlädt.“

Alles zum Masterplan in Offenbach

Eigentlich sei das Thema ja längst vom Tisch gewesen. Nach jahrelangem Kampf um die Erhaltung der Waldkulisse habe die Regionalversammlung des Planungsverbands Frankfurt am 30. Oktober 2011 mit Zustimmung der hessischen Landesregierung und des Regierungspräsidiums in Darmstadt den Raumordnungsplan beschlossen, demzufolge die Waldkulisse erhalten bleiben solle. „Nun soll wieder alles anders werden“, reagiert Heckt verständnislos. Und fordert: „Bevor im Masterplan wieder die Abholzung ins Gespräch gebracht wird, sollte im Vorfeld erst einmal geklärt werden, wie die Gegebenheiten und der Wunsch der betroffenen Bevölkerung sind.“ (mt)

Masterplan: Zehn Maßnahmenpakete

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa/dpaweb

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare