Kubatur der ehemaligen MAN-Hallen

Neue Stahlpergola soll Parkanlage einrahmen

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Offenbach - Was in Planungsunterlagen geradezu filigran erscheint, entpuppt sich in der Realität mitunter als etwas wuchtiger.

Zu erleben ist das im Senefelder-Quartier, wo Metallbauer eine mehr als zehn Meter hohe Konstruktion aufstellen, zu der es damals in der Beschlussvorlage der Stadtverordneten hieß: „Im Bereich der öffentlichen Grünfläche wird die Errichtung einer Pergola legitimiert, die die Kubatur der bestehenden Hallen städtebaulich nachvollziehen wird. Im Süden, an der Gustav-Adolf-Straße, wird die Parkanlage von der hohen Stahlpergola eingerahmt. “ Was da mit Ausleger platziert wird, ist nicht die Idee eines Architekten, sondern kommunale Auflage „aus Sicht des Denkmalschutzes“. Damit soll der Teilabriss der denkmalgeschützten Werkhallen des Druckmaschinenherstellers MAN Roland kompensiert werden.

Wer dort entlang spaziert, wird eher die wohltuende Lichte und Weite der vergangenen Monate vermissen. Dort geben die Fachleute mächtig Gas: Während die Frankfurter ABG für ihre Wohnungen bereits Richtfest feierte, verkündet ein Bauschild die Neuereröffnung eines Rewe-Markts für den 1. Dezember dieses Jahres. Nicht vom Tisch sind die städtischen Pläne, im Quartier eine Kindertagesstätte zu errichten. Aktuell verhandelt die Stadt Offenbach mit einem privaten Bauträger, der das Vorhaben mit einem Wohn- und Geschäftshaus kombinieren würde.

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