Kultur und Sport bald wieder im Amt vereint

Offenbach - Alles neu macht der Mai – auch in Sachen Verwaltung von Kultur und Sport in Offenbach. Von Thomas Kirstein 

Nachdem der Sport vergangenes Jahr aus der Verantwortung von Bürgermeister Peter Schneider zurück in die von Oberbürgermeister Horst Schneider wanderte, sah der Magistrat die Zeit für einen internen Organisationsentwicklungsprozess gekommen. Dessen Ergebnis: Ab übernächsten Monat gibt es wieder ein Amt für Kultur- und Sportmanagement. Ein solches hatte, mit einer etwas unübersichtlichen Büro- und Forums-Struktur, bereits bis zur Aufteilung auf zwei Dezernenten bestanden. (Die Volkshochschule ist inzwischen vom Kulturdezernat ins Bildungsdezernat von Bürgermeister Peter Schneider übergegangen.)

OB Horst Schneider hält die vorgesehene Zusammenlegung für sinnvoll, da Hauptaufgabe jeweils die Organisation von Veranstaltungen sei: „Ob Kultur oder Sport, im Prinzip ist das doch das Gleiche.“ Er verspricht sich Synergien und effizienteren Einsatz der Mitarbeiter. Alles solle „ohne diese Mini-Ämter“ übersichtlicher und effektiver organisiert werden. Personelle, altersbedingte, Bewegungen erleichtern den zu ziehenden Strich. Günter Doll, bis 2014 Leiter der Zentralen Kulturverwaltung, ist in Pension gegangen. Kulturbüroleiter Ludo Kaiser (Foto links), Jahrgang 1951, bereitet sich auf den Ruhestand im Herbst vor.

Vorgesehen ist dies: Der Musikwissenschaftler Dr. Ralph Philipp Ziegler (rechts),, Jahrgang 1971 und 2007 als künstlerischer Leiter der Neuen Philharmonie zu einem Werkvertrag mit der Stadt gekommen, rückt auf. Aus dem „Leiter Amt für Kulturmanagement und Sprecher Forum Kultur“ wird der Leiter des kompletten künftigen Amts mit der Kennziffer 49. Stellvertreter wird Manfred Ginder, bislang kommissarischer Sportamtschef, in der Position eines Abteilungsleiters für das Sportmanagement. Die Rolle von Günter Doll (Verwaltung und Technik) füllt künftig Anna-Fee Neugebauer aus. Als Abteilungsleiter fürs Kulturmanagement steht noch Veteran Ludo Kaiser im Organigramm. Seine Stelle ist intern ausgeschrieben.

Das Gerücht, der an der Mission Olympic gescheiterte Sportamtsleiter Jürgen Weil sei dafür vorgesehen, entkräftet Personaldezernent Horst Schneider. Für Weil, der wegen Kompetenzüberschreitungen mit einer Geldbuße davon gekommen ist, wird eine andere Verwendung gesucht, in der gleichen Besoldungsgruppe der Führungsebene wie bisher. Der OB sucht einen „amtsangemessenen Einsatz“ für den Beamten, der nach dem Skandal beim Stadtdienstleister ESO wirkt. Weil, so Schneider, besitze eine umfassende Qualifikation für Verwaltungstätigkeiten, erworben in der Organisationsabteilung, im Kassen- und Steueramt, als Vizeleiter des Umweltamts und zuletzt als Sportamtschef.

Rubriklistenbild: © dpa

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