Notfallprogramme und Aktionen für Freiberufler und Selbstständige

Wo Kulturschaffende Hilfe bekommen

Offenbach – Die Kulturbranche steckt wegen des Corona-Virus in einer tiefen Krise: Tausende Veranstaltungen wurden abgesagt, Kulturorte geschlossen, Engagements sind geplatzt, Freiberufliche, Institutionen und Vereine kämpfen ums Überleben.

Um Betroffenen zu helfen, haben die Bundes- und Landesregierungen Hilfsprogramme beschlossen. Das Land Hessen hat ein Paket in Höhe von 8,5 Milliarden Euro geschnürt, Kulturschaffende, -einrichtungen und Unternehmen aus der Kulturwirtschaft sind mit adressiert.

Hessen genehmigt Zuschüsse für Unternehmen

Wichtiger Bestandteil des Pakets ist ein Soforthilfeprogramm für kleine und mittlere Unternehmen, Selbstständige, Soloselbstständige und freiberuflich Tätige. Selbstständige und Unternehmen in Hessen mit bis zu fünf Beschäftigten können einen einmaligen Zuschuss von 10 000 Euro erhalten, Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten 20 000 Euro und Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten 30 000 Euro.

Kulturelle Einrichtungen können Soforthilfe beantragen

Die Hilfen sollen laut Bundesregierung als Zuschüsse zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen ausgezahlt werden. Mit den Mitteln können laufende Betriebskosten wie etwa Mieten oder Kredite für Betriebsräume bezahlt werden. Kulturelle Einrichtungen wie Kinos, Galerien oder Buchhandlungen können diese Soforthilfen ebenfalls beantragen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verweist zudem darauf, dass zusätzlich in finanziellen Notlagen Arbeitslosengeld II beantragt werden kann.

Nothilfe-Programme für Kulturbranche

Branchenspezifische Nothilfe-Programme gibt es unter anderem für Musiker von der Deutschen Orchesterstiftung; für Filmschaffende wurde von Bund und Ländern ebenfalls ein Hilfsprogramm beschlossen. Auch in der Theaterszene gibt es Hilfen: Der Fonds Darstellende Künste hat seine Förderung angepasst (#takecare). Das Aktionsbündnis Darstellende Künste hat einen Spendenaufruf gestartet (ensemble-netzwerk.de). Ein Solidaritätsfonds wurde für freie Bühnen- und Tontechniker, Beleuchter, Stage Hands und Veranstaltungshelfer eingerichtet (#handforahand). Freie Mitarbeiter deutscher Bühnen können bei der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger Hilfe beantragen.

Auch die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten GVL, die Gema und die VG Wort bieten Notfallhilfen an.  beri

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