Laden-Lücken bald gefüllt

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Zumindest einige der Schaufensterpuppen von Kleider-Frei blicken schon mal dorthin, wo ihr Exil sein könnte. Weil das Traditionsgeschäft umgestaltet wird, gibt es Überlegungen, auf Zeit umzuziehen auf die andere Straßenseite. In die leer stehenden Räume der ehemaligen Thalia-Buchhandlung. Das sei aber nur eine von mehreren Optionen, heißt es bei Kleider-Frei.

Offenbach - Umzug ins KOMM. Und dann? Gähnende Leere im Rest der Innenstadt? Keineswegs, sagt Offenbachs Wirtschaftsförderer Jürgen Amberger, der gestern den neuen städtischen Flächenreport präsentierte (siehe Bericht auf dieser Seite). Die aktuelle Entwicklung in der City scheint ihm Recht zu geben. Von Matthias Dahmer

Denn die dem KOMM geschuldeten augenfälligsten Lücken entlang der innerstädtischen Ladenzeilen könnten wohl bald wieder gefüllt sein. Ziemlich sicher ist das schon an der Ecke Frankfurter Straße/Kaiserstraße. Dort, wo der Schuhverkäufer Deichmann seine Offenbacher Filiale hatte, wird schon in den nächsten Tagen, so künden es Schilder an der Immobilie, mit einem „My Shoes“-Laden ein Ableger des Unternehmens seine Türen öffnen.

Nicht ganz so weit ist man mit den Räumen, in denen die Bekleidungskette H&M bislang zu finden war. Wie Jürgen Amberger berichtet, wurden dem Eigentümer des ehemaligen Karstadt-Hauses, einer Hamburger Grundstücksgesellschaft, drei Interessenten vermittelt. Die Gespräche laufen, Wirtschaftsförderer Amberger geht indes davon aus, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis der neue Mieter feststeht. Ohnehin müssen seiner Einschätzung nach die zwei Etagen ein wenig umgebaut werden.

Noch nicht offiziell, aber dennoch weit gediehen sind die Pläne für ein gewerbliches Filetstück in der Innenstadt: Das Gebäude, in dem sich einst das Bekleidungshaus Schmülling befand und in dem bis vor kurzem die Buchhändler Gondrom beziehungsweise Thalia residierten. Die 1 000 Quadratmeter Verkaufsfläche mit ihrer historisch wertvollen und von Generationen von Offenbacher Kindern gerne genutzten Rutsche vom Erd- ins Untergeschoss sollen übergangsweise dem benachbarten Traditionsgeschäft Kleider-Frei als Domizil dienen.

Für etwa ein Jahr, heißt es, wollen die Offenbacher Modemacher auf die andere Seite der Waldstraße ziehen, um damit die Neugestaltung des Stammhauses schneller bewerkstelligen zu können.

Markus Frei vom gleichnamigen Bekleidungsgeschäft will das nicht bestätigen. Das sei lediglich eine Option, sagt er. „Es gibt Gespräche darüber. Aber auch noch andere Interessenten.“

Viel mehr lässt sich auch Bernd Baller, Miteigentümer der Schmülling-Immobilie, nicht entlocken. Gleichzeitig deutet er an, dass noch in diesem Jahr eine Entscheidung über die weitere Nutzung der Gewerberäume fallen wird.

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