Neu-Isenburg, Offenbach und Mühlheim besonders belastet

Lärmbelästigung in Rhein-Main: Bis 75 Dezibel

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Symbolbild

Offenbach -  Wie laut ist laut? Was kann der Mensch aushalten, ohne Schlafstörungen oder Herz-Kreislauf-Probleme zu bekommen? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt jetzt erstmals Richtwerte.

Für Straßen-, Schienen- und Luftverkehr empfiehlt die Organisation folgende Grenzen: Für die durchschnittliche Lärmbelastung durch Straßenverkehr tagsüber nicht mehr als 53 Dezibel, bei Schienenverkehr nicht mehr als 54 Dezibel und für Flugverkehr nicht mehr als 45 Dezibel. Die nächtlichen Richtwerte: 45 Dezibel für Straßenverkehr, 44 Dezibel für Schienen- und 40 Dezibel für Luftverkehr.

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Wir haben in Rhein-Main nachgefragt: Wie sieht es eigentlich hier mit der Lärmbelästigung durch Flugverkehr aus. Das Ergebnis: Düsenkrach in einer Lautstärke von 70 bis 75 Dezibel müssen Bürger im Kreis Offenbach bei an- und abfliegenden Maschinen aushalten. Laut Offenbachs Flughafendezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) sind Neu-Isenburg, Offenbach und Mühlheim besonders belastet. „Wir haben pro Tag 700 Überflüge über Offenbach, so Weiß. Dabei entstehe ein extrem unangenehmer Dauerlärmteppich. Alle drei Anfluggrundlinien für den Frankfurter Flughafen führten über die Stadt. Irreführend nennt er die offiziellen Angaben einer Belastung von 55 bis 60 dB(A) durch Fluglärm. Dies sei ein Durchschnittswert, bei dem Zeiten eingerechnet würden, in denen gar keine Flugzeuge unterwegs seien. Vergleichswerte: Düsenflugzeug: 130 Dezibel, Kettensäge: 105, Staubsauger: 75, Radio in Zimmerlautstärke: 60. Psychische Reaktionen: ab 60 Dezibel. (mic)

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