Land Hessen legt Prioritätenliste vor

Offenbacher Kreuz soll ausgebaut werden

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Wiesbaden/Offenbach - Der Bundesverkehrswegeplan gibt vor, wie viel Geld aus Berlin für die wichtigsten Bauprojekte bei Straßen und Schiene kommen. Hessen hat klare Vorstellung, welche Projekte auf die Liste gehören; das Offenbacher Kreuz gehört dazu.

Hessen setzt beim neuen Bundesverkehrswegeplan im Straßenbau vor allem auf den Aus- und Umbau der hochbelasteten und teils in die Jahre gekommenen Autobahnkreuze. Einige Kreuze müssten dringend saniert werden, sagte ein Sprecher von Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) in Wiesbaden. Gerade an den hochbelasteten Knotenpunkten sei es sinnvoll, dies mit einem Ausbau zu verbinden. Der bereits erfolgte Ausbau des Frankfurter Kreuzes zeige, dass damit die Leistungsfähigkeit erhöht werden könne und die Staugefahr abnehme, erklärte der Sprecher. Durch den Ausbau der Autobahnkreuze könne auch die Sicherheit auf diesen Streckenabschnitten erhöht werden. Besonders dringliche Projekte seien das Offenbacher Kreuz, das Darmstädter Kreuz und das Wiesbadener Kreuz.

 Im Schienenverkehr gebe es in Hessen großen Bedarf an Neubaustrecken. Jeder zweite Fernverkehrszug in Deutschland fahre durch Hessen. Das Netz ist nach Einschätzung des Ministeriums über die Maßen belastet. Besonders wichtig seien für Hessen daher die Neubaustrecke Frankfurt-Darmstadt-Mannheim, der Aus und Neubau der Streckenabschnitte Hanau-Würzburg/Fulda-Erfurt sowie der Knoten Frankfurt inklusive der Nordmainischen S-Bahn. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wird den Bundesverkehrswegeplan, der bis ins Jahr 2030 reicht, an diesem Mittwoch in Berlin vorstellen. Er ist die Grundlage für den Erhalt und Ausbau des Verkehrsnetzes in Deutschland. Von seinen Kosten-Nutzen-Bewertungen hängt ab, für welche Vorhaben der Bund künftig Geld zur Verfügung stellt. Länder und Kommunen dringen seit längerem auf Planungssicherheit. (dpa)

Schwerer Unfall am Offenbacher Kreuz

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