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Grünen-Chef Habeck besucht Offenbach

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Von: Steffen Müller

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Tarek Al Wazir (links) und Robert Habeck beantworteten gestern Fragen im Don Pedro’s an der Frankfurter Straße. Der Großteil der Diskussion drehte sich um typische Themen der Grünen.   J Foto: stm
Tarek Al Wazir (links) und Robert Habeck beantworteten gestern Fragen im Don Pedro’s an der Frankfurter Straße. Der Großteil der Diskussion drehte sich um typische Themen der Grünen. © stm

Offenbach - Kurz vor der Landtagswahl fahren die Parteien noch einmal ganz große Geschütze auf. Besonders die Grünen setzen bei der Jagd nach Stimmen auf die Unterstützung ihrer Spitzenpolitiker aus dem Bund. Von Steffen Müller

Nach dem Besuch von Cem Özdemir im Hafen 2 am Montagabend, kam gestern Parteichef Robert Habeck nach Offenbach. Und für eine Veranstaltung der Grünen hätte die Location kaum besser gewählt sein können. Denn wie die Grünen setzt die Café-Lounge an der Frankfurter Straße einen Schwerpunkt bei Ökologie und benutzt das umweltfreundliche Mehrwegbecher-System „Recup“, um den Verbrauch von Kaffeebechern einzudämmen.

Doch das ist nicht der Hauptgrund, warum das Don Pedro’s gestern zum Bersten voll ist. Einige Gäste sitzen sogar auf dem Boden, sie wollen dabei sein, um einen „Kaffee mit Tarek Al Wazir und Robert Habeck“ – so ist die Diskussionsrunde überschrieben – zu trinken. Und über Politik zu diskutieren, vor allem Grünen-Politik. Denn die meisten der Teilnehmer sind Parteifreunde von Robert Habeck und dem hessischen Umweltminister Tarek Al Wazir, der in seiner Heimatstadt Offenbach um Stimmen kämpft und die Wahlkampfhelfer für den Endspurt mobilisieren will.

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Und den Gästen entsprechend fallen die Themen aus. Es geht um erneuerbare Energie, Agrarpolitik oder die Reduzierung von Plastikmüll. Aber auch Offenbach spezifische Probleme werden angesprochen, etwa der Fluglärm. Tarek Al Wazir muss sich Kritik anhören, dass er im Wahlkampf 2013 versprochen habe, dass es kein Terminal 3 geben werde. Der Minister weicht aus und erklärt, dass die Entscheidung damals schon juristisch gefallen sei und sich nicht mehr ändern ließ. Deshalb habe er sich entschieden, mehr für den Fluglärmschutz einzutreten. „Wenn ihr glaubt, dass da jemand mehr erreichen kann als ich, müsst ihr den wählen!“ Applaus von den Parteifreunden.

Den bekommt auch Robert Habeck nicht zu wenig, der allerdings meistens das Wort dem Hauptwahlkämpfer Al Wazir überlässt. Schließlich will der in einer neuen Koalition wieder Minister sein. Dass er aber ob der guten Umfragewerte bereits als kommender Ministerpräsident gehandelt wird, ist Al Wazir merklich unangenehm. „Auf Umfragewerte gebe ich nichts, aber es ist schön, wenn man dadurch Rückenwind hat.“

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