Lange Jahre eines der Sparkassen-Gesichter

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Peter Bauer (links) verlässt als Ruheständler die Sparkasse, zu seinem Nachfolger hat Vorstandschef Guido Braun (rechts) Lothar Brell (Mitte) bestimmt.

Offenbach ‐ Bei der Sparkasse Offenbach geht eine Marketing-Ära zu Ende. Von Thomas Kirstein

Peter Bauer, ein Vierteljahrhundert in der Tradition eines Werbeleiters Kurt Vetter eines der allgegenwärtigen Gesichter der „Bank der Offenbacher“, gleitet mit einem langen Urlaub über in den Ruhestand - in die Freistellungsphase der Altersteilzeit, wie es offiziell heißt.

Gestern gönnte sein Arbeitgeber dem 58-Jährigen die Gelegenheit, bei einem kleinen Empfang Abschied von Kollegen und Weggefährten aus Wirtschaft, Handel, Vereinen und Verwaltung zu nehmen.

Aber es ist ja kein vollständiger Rückzug aus dem öffentlichen Leben Offenbachs, wie Peter Bauer andeutete. Dem Gewerbeverein Treffpunkt bleibt er als Vorstandsmitglied erhalten für „Dinge, die sich eigentlich nicht weiter so nebenher erledigen lassen“. Und man wird ihn weiterhin auf der Bühne sehen: Als Sänger und Gitarrist der Show- und Oldieband „Sound Emotion“ geht er schließlich nicht in Pension.

Als Schüler beeindruckt von schwerer Buchungsmaschine

1967 hat der gebürtige Offenbacher Peter Bauer seine Lehre bei der Sparkasse begonnen - weil ihn bei einem Besuch als Schüler eine schwere Buchungsmaschine so beeindruckte und er vom Bieberer Berg nicht jeden Tag zum Flughafen gekommen wäre, wo er eigentlich hinwollte. Es folgten ab 1970 die unterschiedlichsten Tätigkeitsfelder, vor der Marketing-Zeit lag ab 1979 die gar nicht so geliebte, weil fern von den Kunden angesiedelte Beschäftigung in der Giroabteilung.

Seine Wechselwünsche wurden zunächst nicht berücksichtigt - weil, wie Guido Braun, der heutige Vorsitzende des Sparkassenvorstands sagte, man mit Bauer noch etwas vor hatte: „Der Sparkasse hat nichts besseres einfallen können, als ihn 1984 ins Marketing zu holen.“ Peter Bauer, sagte Braun, habe in seinen mehr als 40 Jahren bei der Sparkasse dazu beigetragen, dass das Geldinstitut heute an seiner Marktführer-Position in Offenbach stehe. Und er habe freilich auch dazu beigetragen, dass ein Teil der Erträge wieder über Sponsoring in die Region zurück floss.

Nachfolger von Peter Bauer wird sein bisheriger Stellvertreter Lothar Brell. Der gebürtige Mannheimer des Jahrgangs 1969 kam 2000 von der Sparkasse Starkenburg nach Offenbach. Mit dem in Bad König im Odenwald wohnenden 40-Jährigen soll das Marketing der Sparkasse eine Neuausrichtung erfahren. Er wird nicht mehr, wie Bauer und sein früherer Kollege Tom Kratz, so nahe an den örtlichen Vereinen sein. Deren Betreuung soll in sanftem Übergang zur Aufgabe der Filialen vor Ort, besonders in den Stadtteilen, werden.

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