Langley übernimmt „manroland“

Offenbach - Aufatmen bei den Beschäftigten des Offenbacher „manroland“ Werkes. Der Gläubigerausschuss stimmte dem Angebot des britischen Investors Langley zu.

Dies teilte wie die IG Metall heute Morgen mit. Langley habe zugesagt, rund 800 Mitarbeiter in Offenbach zu übernehmen. Die IG Metall sieht im Konzept des Investors eine tragfähige Grundlage, um den Standort Offenbach und den Bogendruck-Bereich langfristig zu sichern.

„IG Metall und Betriebsrat begrüßen die einstimmige Entscheidung des Gläubigerausschusses zugunsten von Langley. Dies ist keine Lösung für alle, aber es ist die beste Lösung für Offenbach“, sagte die Erste Bevollmächtigte der IG Metall Offenbach, Marita Weber. Betriebsrat und IG Metall wollen gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter am Freitag die Belegschaft über die Details der Übernahme des „manroland“-Bogendruckbereichs informieren.

An diesem Donnerstag wollte „manroland“-Insolvenzverwalter die Investoren für Offenbach und für das Stammwerk in Augsburg vorstellen. Das Augsburger Werk soll an die Lübecker Firmengruppe Possehl gehen. Insgesamt fallen in Augsburg, Offenbach und am dritten Standort Plauen 2500 der einst 4700 Stellen der Insolvenz zum Opfer.

In Offenbach arbeiten nach jüngsten Angaben noch 824 von zuletzt 1750 Menschen für „manroland“. Die übrigen sind in eine auf sechs Monate angelegte Beschäftigungsgesellschaft gewechselt oder gekündigt worden.

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Nach Angaben von IG Metall Bezirksleiter Armin Schild, hatten sich den letzten Tagen weitere Interessenten für den Offenbacher Standort des insolventen Druckmaschinenherstellers gemeldet. Die IG Metall halte aber das nun beschlossene Konzept für die aussichtsreichste Grundlage. Interesse hatte in der Vergangenheit auch der Würzburger Konkurrent Koenig & Bauer (KBA) signalisiert.

Der britische Konzern Langley Holdings hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von knapp 495 Millionen Euro einen Reingewinn von 56,4 Millionen Euro erzielt. Wesentliche Beteiligungen sind die norddeutschen Technologie-Unternehmen Piller Power Systems und Claudius Peters sowie der Augsburger Schweißtechnikspezialist ARO.

dpa

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