Wo keine Reinigungsgebühr bezahlt wird, fegen die Bürger

ESO ist nicht für alles Laub der Stadt zuständig

Offenbach - Die Blätter fallen, Laub wird zum Gefahrenherd, Fußgänger und Radfahrer können ausrutschen. Der Stadtdienstleister ESO weist vorsorglich darauf hin, dass er nicht für alles zuständig ist: 

Der ESO setzt auf elektrobetriebene und damit leisere Blasgeräte.

In den Straßen, in denen er normalerweise nicht die Gehwege reinigt und die Stadt keine Gebühr kassiert, ist er auch nicht für die Beseitigung des Laubs zuständig, wird klargestellt. Das ist vielmehr Sache der Anwohner. Der ESO bittet die Bürger, das Laub nicht vom Trottoir auf die Fahrbahn oder öffentliche Flächen zu fegen. Die Blätter verstopfen unter Umständen Sinkkästen, bei Regen kann es Überschwemmungen geben. Zusammengekehrtes Laub kann auf dem Wertstoffhof abgeliefert werden. Bis zu einem Kubikmeter wöchentlich ist das kostenlos. Darüberhinaus könne Laub als Nährstoff für den eigenen Garten dienen, biete Winterschutz für Beete oder diene als Unterschlupf für Igel und andere heimische Kleintiere, gibt der ESO zu bedenken.

Dessen Mitarbeiter haben in der Jahreszeit, in der es naßkalt werden kann, besonders viel zu tun. Durch große Mengen Laub müssen die Kehrmaschinen teilweise dreimal so häufig ihre Reinigungstouren unterbrechen, um ihre Fracht abzuladen - das kostet Zeit. Um die Arbeit mit einem bestmöglichen Ergebnis zu bewältigen, werden die Reinigungsteams durch Mitarbeiter aus dem ESO-Grünwesen unterstützt. Ab 7 Uhr rücken die Trupps aus, um das herabgefallene Laub in den Teilen Offenbachs zu beseitigen, wo die Straßenreinigungssatzung greift.

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Damit die Transportwege der Reinigungsfahrzeuge möglichst gering gehalten werden, sind für die Herbstzeit im kompletten Stadtgebiet zusätzliche Abladestellen eingerichtet. Dort wird das Laub von größeren Fahrzeugen oder Containern aufgenommen. Der ESO setzt auf Elektroantrieb: Im Gegensatz zu herkömmlichen Laubbläsern werden die neuen Geräte nicht mehr durch einen Benzinmotor betrieben. Das hält die Belästigung in Grenzen. Die Geräte sind unverzichtbar, um dem Laub möglichst schnell Herr zu werden. Insgesamt reinigt der ESO etwa 130 der 220 Kilometer des Offenbacher Straßennetzes. Die Kosten für die Reinigung sind in der Straßenreinigungsgebühr enthalten. Aufgrund des herbstlichen Mehraufwands weist der Stadtdienstleister darauf hin, dass es vereinzelt zu Verschiebungen in den gewohnten Rhythmen kommen kann.

tk

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