Launige Start-Laudatio auf eine Powerfrau

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Ja, sie kann's: Zum offiziellen Amtsantritt gab's für Annette von Schmiedeberg ein motivierendes T-Shirt.

Offenbach - Hoffentlich kommt sie nicht in die Verlegenheit, beim OFC ermitteln zu müssen: Ihr Lebensgefährte habe als bekennender Eintracht-Fan seinen und ihren Verbleib in Offenbach davon abhängig gemacht, dass sie niemals auf die Kickers gehe, sagte Annette von Schmiedeberg. Von Matthias Dahmer

Die Oberstaatsanwältin, seit 1. Mai Leiterin der Offenbacher Anklagebehörde, wurde gestern Vormittag offiziell als Nachfolgerin von Alexander Stahlecker vorgestellt, der aus Altersgründen aufgehört hat. Seit April 2007 geht von Schmiedeberg vom Justizzentrum an der Kaiserstraße aus auf Ganovenjagd, und die Entscheidung, überhaupt in Offenbach zu bleiben, sei erst im vergangenen Jahr gefallen. „Wegen des kollegialen Umfelds“, bekannte die resolute 43-Jährige im schicken Kostüm und mit Tattoo an der rechten Wade. Den anwesenden Polizisten, Richtern und Rechtsanwälten versprach sie „wie bisher eine unbürokratische und menschliche Zusammenarbeit“.

Annette von Schmiedeberg, in einem kleinen Ort im Vogelsberg geboren, ist seit 1994 Staatsanwältin und war bis zum Wechsel nach Offenbach in Frankfurt unter anderem im Bereich Organisierte Kriminalität tätig.

Sie kam, sah und blieb“, beschrieb Gerhard Müller, als dienstältester Staatsanwalt nach eigenem Bekunden „Dino“ der Behörde, die Entscheidung der „Powerfrau“ für Offenbach.

Dr. Albrecht Schreiber, Chef der Staatsanwaltschaft Darmstadt, der die Offenbacher Behörde angegliedert ist, betonte die guten Kontakte von Schmiedebergs zur Polizei und bescheinigte ihr eine positive Dynamik im persönlichen Umgang. Gleichzeitig kündigte Schreiber an, die gute personelle Ausstattung der Zweigstelle bleibe erhalten, werde unter Umständen noch aufgestockt. Die Landesregierung wolle hessenweit 20 zusätzliche Stellen zur Beschleunigung von Jugendverfahren genehmigen.

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