Lauterborner Flaniermeile

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Inseln der Kreativität am Rande des Getümmels: Das Lauterbornfest war laut, bunt, wohlgelaunt und so üppig, dass der Ruf nach Wiederholung nur eine logische Folge war.

Offenbach - Es war vor allem ein Fest für Kinder. Es war laut, es war lebendig, und es gab jede Menge Spiele. Zwischen den Schwerpunkten Bühne am Wendehammer, der angrenzenden evangelischen Gemeinde als Ruhepunkt und dem Europaplatz mit dem kleinen Einkaufszentrum davor erstreckte sich eine Vielzahl von Ständen mit den unterschiedlichsten Angeboten, vom Kindermalen bis zum Eiswagen. Von Ernst Buchholz

Die Jugendfeuerwehr rettete mit viel Wasser ein kleines brennendes Häuschen vor den Flammen; der American Football Verein „Frankfurt Family“ warb mit einer aufgeblasenen Riesenfootballer–Figur und seinen Cheerleadern. Und natürlich war das Tor dazu im Nu von flinken Lauterborner Ballcracks in Beschuss genommen.

Dazu ein internationales Angebot im Programm: Selbstverständlich die Schüler der Edith-Stein-Schule, aber auch kaukasische Folkloretänze, Bauchtanz der Orient Academy, etliche Rockbands und neben dem offenen Fußballturnier im „Löwenkäfig“ und dem Inliner-Hockey-Turnier nicht zuletzt das Fußballspiel der Polizisten vom zweiten Offenbacher Revier gegen eine Auswahlmannschaft des Jugendzentrums Lauterborn. Endstand 6:3 für die Lokalmatadore - und viel Beifall für ein faires und spannendes Spiel, wie Zuschauer und Spieler betonten.

Der Stadtteil Lauterborn war beim Straßenfest gut besucht.

Es waren so ziemlich sämtliche lokalen Vereine und Aktivisten in das Fest eingebunden, von St. Elisabeth mit dem Chor „Lisbeth“ über die Lauterborngemeinde mit dem gut besuchten Kabarett „Frau trifft Mann“ bis hin zur Bürgerinitiative Lauterborn, die den Plan für das neu gestaltete Einkaufszentrum vorstellte und für das Bürgeralarmsystem warb. Vor der Lauterborn Apotheke sang Berry Blue mit den Tigern sein Nostalgieprogramm, und mehrere Stände mit Döner, Würstchen und Getränken sorgten für das leibliche Wohl. Zwischen dem Wendehammer an der Anton-Bruckner Straße und dem Europaplatz war ein ständiges Hin und Her zu beobachten.

Für die Veranstalter, den „Runden Tisch Süd“ unter der Federführung von Barbara Leissing vom Jugendamt der Stadt Offenbach, waren viele lobende Worte zu hören. Allein die Tatsache, dass die Richard-Wagner-Straße einen ganzen langen Samstag als Flanier- und Festmeile autofrei gehalten wurde, fand viel Beifall. „Das könnt Ihr wieder machen“ war die Resonanz, obwohl und gerade weil wohl kaum jemand bei der Breite des Angebots alles sehen konnte.

In ihrer Eröffnungsrede hatte Bürgermeisterin Birgit Simon ihren festen Willen bekannt gegeben, ein Quartierszentrum in Lauterborn zu schaffen. Es soll ein generationsübergreifender Ort für Initiativen und Vereine im Stadtteil werden.

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