Blattgold und Firnis zieren die Leder-Eier

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Dr. Rosita Nenno präsentiert das kunstvolle Leder-Ei, das wie eine Matrjoschka aufgebaut ist, vor dem Deutschen Ledermuseum

Offenbach (tm) - Eine echte österliche Rarität schlummert seit Mai 2008 im Deutschen Ledermuseum: Ein kunstvolles Ei aus Leder; besser: drei Eier aus Leder.

Denn das Kunstwerk des Italieners Giuseppe Pacini ist aufgebaut wie eine Matrjoschka, also eine aus Holz gefertigte und bunt bemalte, ineinander schachtelbare, eiförmige russische Puppe mit Talisman-Charakter. „Wie aus dem Ei gepellt“ bekommt beim Offenbacher Lederei so eine ganz neue Bedeutung. Mittlerweile hat der 1950 in Bientina geborene Künstler, der am Instituto Statale d’Arte di Casina promovierte, dem Museum sein ungelegtes ledernes Dreifachei übereignet. Es gehört nicht zur ständigen Ausstellung des Museums, sondern ziert das Büro der stellvertretenden Museumsleiterin Dr. Rosita Nenno, die es für die OP zu Ostern mal auspackte. Pacini erforscht Materialien und Werkstoffe, löst sie aus ihrem vertrauten Umfeld und gestaltet sie nach eigener, individueller Freiheit. Das insgesamt über 30 Zentimeter große Ei-Kunstwerk ist eine Patchworkarbeit aus verschiedenen Lederflecken, Blattgold und einem Firnisanstrich. Letztere verleiht dem Lederei einen in lila-orange schillernden Goldeffekt. Das gegerbte und veredelte Ei ist nicht nur groß, sondern auch gewichtig. Der Künstler beschwerte die insgesamt drei Eier jeweils auf einer Seite, so dass sie sich wie Stehaufmännchen von alleine aufrichten.

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