Ledermuseum macht dicht und schafft mehr Platz

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Zur Eröffnung im November plant das Ledermuseum eine Sonderausstelllung.

Offenbach - Das Deutsche Ledermuseum schließt im Juli seine Türen, um bis Jahresende in drei neuen Sälen mehr Platz zu schaffen.

Museumsdirektor Christian Rathke sagte heute, dass auf den gewonnenen Flächen einmalige Stücke präsentiert werden sollen, die aus Platzmangel derzeit noch im Magazin lagern. Dazu zählen Teile der Asienabteilung mit noch nie gezeigten Arbeiten aus China, der Mongolei, Japan, Borneo und Tibet - darunter eine Picknicktruhe des tibetanischen Adels aus dem 19. Jahrhundert.

Der Ausbau des seit 1938 als Ledermuseum dienenden ehemaligen Messe-Lagerhauses (1829) kostet rund 800.000 Euro. Mehr als ein Drittel finanzieren private Spender, den Rest tragen das Land Hessen und die Stadt Offenbach. Im Jahr besuchen bis zu 50.000 Menschen das Museum.

Das Ledermuseum nach Kriegsende.

Als erstes soll im November das „Schatzkästchen“ eröffnet werden, eine wertvolle Sammlung handgefertigter Gebrauchsgegenstände aus Leder vom Mittelalter bis heute. Die neu konzipierte Asienabteilung sowie ein Saal zur Rolle Offenbachs als ehemaliges Zentrum der Lederindustrie werden 2011 folgen. Zur Eröffnung am 20. November 2010 plant das Deutsche Ledermuseum eine Sonderausstellung zur Tierfotografie.

dpa

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