Lederwarenmesse

Branche stemmt sich gegen Krisen

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Offenbach - Die Lederwarenbranche trotzt den politischen Krisen. Vor Beginn der Internationalen Lederwarenmesse I. L. M Summer Styles in Offenbach zeigte sich Arnd Hinrich Kappe zuversichtlich. Von Marc Kuhn 

„Wir sind voll ausgebucht“, sagte der Geschäftsführer der Messe Offenbach gestern. „Die Branche ist zufrieden, optimistisch“, fügte der Chef des Bundesverbands des Deutschen Lederwareneinzelhandels (BLE), Axel Augustin, hinzu. Bis Montag werden auf der Messe Taschentrends für Frühjahr und Sommer 2015 gezeigt. Auch Schirme, Handschuhe, Gürtel und Modeaccessoires sind zu sehen. 272 Aussteller nehmen an der Messe teil, mehr als im Vorjahr. Auch die Ausstellungsfläche ist leicht auf fast 12 850 Quadratmeter gestiegen. „Die I. L. M hat gute Zuwächse“, berichtete Kappe. Er rechnet wie im Vorjahr mit etwa 5 900 Fachbesuchern.

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Die Umsätze der deutschen Lederwaren- und Taschenindustrie sind im ersten Halbjahr um 1,6 Prozent auf 257,3 Millionen Euro gestiegen. Im Inland seien die Erlöse um 1,1 Prozent auf 189,6 Millionen Euro gesunken, erläuterte Manfred Junkert, Chef des Bundesverbands der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDSL). Im Ausland hätten die deutschen Unternehmen dagegen einen um zehn Prozent oder 6,1 Millionen Euro auf 67,7 Millionen Euro erhöhten Umsatz erzielt. Die meisten Exporte gingen in die Länder der Europäischen Union. Sie hatten einen Wert von 440 Millionen Euro. Das ist ein Zuwachs von 14,3 Prozent. Wegen des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland sind die Ausfuhren in die Länder stark zurückgegangen. Die Exporte nach Russland hatten einen Wert von 19,6 Millionen Euro, ein Minus von fast 32 Prozent, wie Junkert sagte. Die Umsätze in der Ukraine seien um 31 Prozent auf 3,1 Millionen Euro zurückgegangen.

Bilder der Lederwarenmesse in Offenbach

Lederwarenmesse in Offenbach

Der Verband BLE schätzt, dass der Fachhandel bis Ende August die guten Umsätze von 2013 gehalten hat. „Wir hoffen auf eine schwarze Null“, erklärte Augustin. Bei den Taschen gebe es Zuwächse. Allerdings würden sie nicht nur im Fachhandel, sondern beispielsweise auch in Schuhgeschäften verkauft. „Stabil ist das Geschäft mit Reisegepäck.“ Insgesamt sei die Branche zuversichtlich, sagte Augustin. Viel hänge von der Konsumstimmung der Verbraucher ab.

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