Naturverbundene Farbstorys

I.L.M Winter Styles präsentiert neueste Trends bei Taschen und Gepäck

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Offenbach - Trends bei Taschen, Portemonnaies und Reisegepäck finden Fachbesucher auf I. L. M Winter Styles in Offenbach. 290 Aussteller aus mehr als 20 Ländern präsentieren ihre neuen Kollektionen. Von Silke Gelhausen-Schüßler

Nach dem Winter ist vor dem Winter. Die I.L.M Winter Styles nimmt den Vorgriff im halbjährlichen Rhythmus besonders ernst. Sortiert in vier neue Trendthemen, werben die Aussteller für die kommende Saison 2016/2017, die I.L.M ist bis Montag das Mekka der Taschen- und Lederwarenindustrie. Sie bleibt allerdings ausschließlich dem Fachpublikum vorbehalten. Mode-Guru und Designagentur-Chef Martin Wuttke stellte gestern die Trends vor.

Zwischen den Terminen reist er durch die Weltgeschichte - immer auf der Suche nach den neusten Fashion-Styles. Und er findet fantastische Beschreibungen zu den aktuellen Trendthemen wie beispielsweise zu Nummer vier, dem „Urban Patchwork“: „Hier sehen Sie Dinge, die eigentlich nicht funktionieren können. Man sieht, wie das alles ineinander kracht!“ Gekracht hat es glücklicherweise nicht auf dem Laufsteg. Alle jungen Frauen und Männer brachten die Generalprobe wieder professionell über den Laufsteg und platzierten Tasche an Tasche ins rechte Licht. Los ging"s mit dem Farb- und Trendthema „Native Clan“. Eine naturverbundene Farbstory, die warme Herbsttöne liebt und jeder Witterung gewachsen ist. Rucksäcke in Fell und Pelz, Satteltaschen und Business-Bags in geölten Ledern, Fransungen, Flechtungen, Brokat, mit Paisley- oder Ethno-Teppichmuster - vieles ist erlaubt, soll aber stets den Bezug zur Natur nicht verlieren.

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Auch das Reisegepäck wird mit Filz erneuert. Für den harten Alltagseinsatz sind Kletterseil-Deko mit Zusatznutzen und wasserfeste Canvasqualitäten in Weekender und Shopper eingebaut. „Neo Goth“ - das ist düstere Romatik pur, inspiriert durch die US-amerikanische Fantasiereihe „Game of Thrones“: mystisch, sagenumwoben, bedrohlich und dramatisch. Taschenformen sind extrem variantenreich, entscheidend ist aber das thematische Dekor: Schnallen mit Schlangen-, Drachen- und Rosenmotiven. Nieten und Ösen als Kunstwerke. Abzippbare Fransen, Steppungen und Prägungen in gegenläufigen Richtungen. Auch Männer tragen Rucksäcke mit Allover-Ornamenten, in glänzendem Ponyfell oder Kroko-Optik in Edelsteinfarben.

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Glanzvoller Gegensatz: Der „Power Purist“. Aus altbekannt wird neu und modern, aber immer klar strukturiert. Smarte Rucksäcke, hoch- und querformatige Shopper und Klassiker spielen hier die Hauptrolle. Die Leder sind matt gestrichen, hochpoliert, mit leichter Narbung oder innovativen Prägungen versehen. Männer tragen Businessbags aus High-Tech-Material und den Koffer als Multimedia-Werkzeug.

Dann der krönende Abschluss: Der „Urban Patchwork“. Hier verbannen brillante Töne den Winterblues, Violett strahlt mit Fuchsia und Zitronengelb um die Wette. Pelz und Trash, Glamour und Sport - die Kontraste könnten extremer nicht sein. Dementsprechend zeigt sich die Taschen-Vielfalt. Mini-Fun-Bags konkurrieren mit Kelly-Handtaschen. Oft geht es abgehoben zu, auch in der Herrenwelt. Große Logos und Details, abstrakte Drucke und farbige Leder sorgen jedenfalls für viel positive Energie in der dunklen Jahreszeit.

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