Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach sind etwas zuversichtlicher.

Leichter Hoffnungsschimmer

Offenbach - (ku) Obwohl es der Wirtschaft in Stadt und Kreis Offenbach noch schlechter geht als zu Jahresbeginn, zeigen sich die Unternehmen ein wenig optimistischer mit Blick auf die künftige Geschäftslage. Das ergab die Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach. „Worauf sich diese Hoffnung gründet, ist der Umfrage nicht zu entnehmen.

Sie führt jedoch dazu, dass sich der Klimaindex leicht auf 78 von 200 möglichen Punkten erholt hat. Gleichwohl darf diese leichte Erholung nicht darüber hinweg täuschen, dass das Konjunkturklima insgesamt noch immer ziemlich trübe ist“, erklärte IHK-Referent Peter Sülzen.

Besorgniserregend sehe es zurzeit in der Industrie aus. Sülzen sagte: „Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen dieser Branche bezeichnen ihre derzeitige Geschäftslage als schlecht.“ Das gelte vor allem für den Bereich der Investitionsgüter. „Hier klagen über 57 Prozent der Unternehmen über schlechte Geschäfte.“

Zufrieden zeigten sich zurzeit lediglich die Unternehmen des Einzelhandels sowie des Kredit- und Versicherungsgewerbes. In beiden Branchen würden mehr als 90 Prozent der befragten Firmen ihre aktuelle Geschäftslage als befriedigend oder sogar gut bezeichnen.

Der leichte Hoffnungsschimmer für die Wirtschaft zeige sich bei der Einschätzung der Geschäftslage in den nächsten Monaten. So habe sich die Zahl der Unternehmen, die in der Zukunft bessere Geschäfte erwarten, von 56 auf 60 Prozent verbessert. Und auch die Zahl jener Firmen, die mit schlechteren Geschäften rechnen, sei deutlich zurückgegangen.

„Ob sich damit ein Ende der Wirtschaftskrise abzeichnet, kann man derzeit noch nicht absehen“, berichtete Sülzen. „Allerdings zeigen auch die übrigen Indikatoren leicht nach oben. Dies gilt sowohl für die Investitionsneigung als auch für die Exporterwartungen der Wirtschaft.“

Auf dem Arbeitsmarkt scheint sich der Abwärtstrend zu verlangsamen. So ist den Angaben zufolge die Zahl der Unternehmen zurückgegangen, die ihre Mitarbeiterzahl in den nächsten Monaten reduzieren müssen. Dagegen gaben mehr als 72 Prozent der Befragten an, ihre Mitarbeiterzahl beizubehalten oder sogar zu erhöhen.

„Sobald sich die Wirtschaft weiter erholt, werden wieder dringend Fachkräfte gebraucht“, sagte Eva Dude, Hauptgeschäftsführerin der IHK. „Daher ist es jetzt der richtige Zeitpunkt, in Aus- und Weiterbildung zu investieren.“

Eine allgemeine Kreditklemme ist nach Angaben der IHK weiterhin nicht zu erkennen. Je nach Branche gaben zwischen 50 und 70 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sich ihre Finanzierungskonditionen nicht verändert haben, wie es hieß.

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