Letzter Chemiebetrieb im Offenbacher Industriepark am Ende

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Mit dem so genannten Blau-Betrieb macht Ende März die letzte Chemieproduktion im Allessa-Industriepark in Offenbach dicht. Die Herstellung von Farbpigmenten für die Druckindustrie lohnte sich nicht mehr.

Offenbach - Mit dem so genannten Blau-Betrieb macht Ende März die letzte Chemieproduktion im Allessa-Industriepark in Offenbach dicht. Die Herstellung von Farbpigmenten für die Druckindustrie lohnte sich nicht mehr.

„Fast alle 60 Mitarbeiter werden in einer Transfergesellschaft weiterbeschäftigt“, sagt Firmensprecher Dirk Rühl. Der Parkbetreiber hat Werksfeuerwehr und andere Infrastruktur-Bereiche längst abgezogen. Das Ende des Chemiestandorts läutete der Faserhersteller Invista vor genau einem Jahr mit dem Aus für sein Werk ein. Rund 280 Stellen gingen verloren.

Eine Handvoll Leute sei derzeit damit beschäftigt, Anlagen zu demontieren, berichtete Rühl. Von der Schließung unberührt bleibt der von Allessa betriebene Standort in Frankfurt-Fechenheim auf der anderen Mainseite. Das 38 Hektar große Gelände am Offenbacher Mainufer gehört dem Chemieunternehmen Clariant, das mit der Stadt über die Zukunft des Areals sprechen will. Die Kommune plant dort Wohnungen zu bauen und Gewerbe anzusiedeln. Ein Biomasse-Heizkraftwerk sowie ein Betrieb für Holzpellets befinden sich im Bau. Außerdem ist dort ein Gastronomie-Service ansässig. Fotografen haben sich im denkmalgeschützten Badehaus niedergelassen, von dessen Schönheit Dirk Rühl und Kreative schwärmen, das aber dringend sanierungsbedürftig ist.

dpa

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