Lichterfest im Büsingpark

Zwei Euro für die Sicherheit

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Bild vom vergangenen Lichterfest im Büsingpalais.

Offenbach - Weil das Lichterfest im Büsingpark immer mehr Besucher anzieht, muss die Stadt darüber nachdenken, den Zugang zu begrenzen. Um das zu bezahlen, könnte künftig Eintrittsgeld fällig werden. Von Matthias Dahmer 

Das Lichterfest im Büsingpark gehört zu den beliebtesten Freiluftveranstaltungen in der Stadt. Der Erfolg – regelmäßig kommen dort in stimmungsvoller Atmosphäre um die 8 000 Leute zusammen – führt nun möglicherweise dazu, dass bei der elften Auflage in diesem Jahr erstmals Eintritt genommen und die Besucherzahl begrenzt wird.

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Geschuldet ist das einem Sicherheitskonzept, das bei mehr als 5 000 Besuchern erforderlich sei und das die Stadt derzeit erstellen lasse, berichtet Stadtsprecher Matthias Müller. Er erläutert die Hintergründe: „Wären im vergangenen Jahr nur 500 Leute mehr gekommen, wäre die Veranstaltung völlig aus den Fugen geraten.“ Hinzu komme, dass 2012 ein Lichtermotiv gebrannt habe, welches mit Wasser kaum zu löschen gewesen sei. Falls bei solchen Vorfällen eine Panik entstehe, gebe es wegen der aufgestellten Stühle und Bänke nicht ausreichend sichere Fluchtwege. Müller: „Wir sind vor die Alternative gestellt worden, entweder unter Beibehaltung von Stühlen und Bänken die Zahl der Besucher zu begrenzen oder das Aufstellen zu verbieten und auf eine Teilnehmerbegrenzung zu verzichten.“

Der „Zugangsobolus“, so der Sprecher, werde bei etwa zwei Euro liegen, für Familien sei an fünf Euro gedacht. Damit sollen die vom städtischen Haushalt nicht zu deckenden Kosten für das Sicherheitskonzept reingeholt werden, die zwischen 15.000 und 20.000 Euro liegen.

Bilder vom Lichterfest 2013

Lichterfest im Büsingpark

Müller betont, der angedachte Eintritt diene keinesfalls zur Sanierung der städtischen Finanzen. Wer eine Karte fürs Klassik-Konzert am Büsingpalais hat und ohnehin im abgegrenzten und bestuhlten Areal sitzt, muss indes keinen weiteren Eintritt bezahlen.

Begleitend zur Begrenzung ist laut Matthias Müller geplant, zwecks Schaffung von Fluchtwegen die Berliner Straße während des Lichterfestes mindestens einspurig für den Durchgangsverkehr zu sperren. Eine endgültige Entscheidung darüber, welche Sicherungsmaßnahmen letztlich nötig seien, werde erst getroffen, wenn das Konzept vorliege, sagt Müller. Das Lichterfest, das bislang immer freitags lief, findet in diesem Jahr erstmals an einem Samstag (2. August) statt.

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