Lichtinstallation am Mainradweg bleibt bis zum Frühjahr erhalten

Auf Schritt und Tritt beleuchtet

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Die 20 Halogenlampen im Schleusenpark passen ihre Beleuchtung an die Geschwindigkeit von Radfahrern an. Möglich wird’s durch Doppellichtschranken.

Offenbach - Seit September gibt es am Fahrradweg an der Offenbacher Schleuse einen „Lichtweg“. Die aufgereihten Kugelleuchten sollen weiterhin den beliebten und zuvor unattraktiven Parkabschnitt an der Stadtgrenze erhellen.

Wer nach Einbruch der Dunkelheit durch den Schleusenpark radelt oder joggt, zieht zwangsläufig die Aufmerksamkeit von 20 Halogenlampen auf sich: Die in einer Reihe aufgestellten Kugelleuchten erhellen dort seit September den abendlich-dunklen Mainradweg. Und zwar in genau der Geschwindigkeit, mit der Sportler und Spaziergänger den Abschnitt passieren. Die Lichtinstallation wurde anlässlich des Architektursommers Rhein-Main vom 9. bis zum 27. September angebracht. Die Idee, die Bewegungen der Fußgänger und Radfahrer durch Licht sichtbar zu machen, stammt von den Künstlerinnen Judith Marlene Hartnack und Juliane Kutter.

Zusammen mit Felix Nowak vom Architekten- und Stadtplanerbüro bb22 aus Frankfurt hat die Gruppe Hackerspace das elektronische Projekt im Schleusenpark technisch umgesetzt. Das bewegungsbegleitende Licht ermöglichen Doppellichtschranken an beiden Enden der Leuchtenreihe. Dieser Gemeinschaftsbeitrag des Architektursommers, der Stadtwerke Offenbach und der Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG), zuständig für Stadtentwicklung, soll vorerst bleiben. Mindestens bis zum Lichtkulturfestival Luminale, das vom 13. bis 18. März in Frankfurt und Offenbach stattfindet, besteht die Lichtkunst noch am vielgenutzten Fuß- und Radwegs zwischen den beiden Städten.

Dafür wurde die zunächst als Provisorium gedachte Installation technisch verbessert. Zum Projekt gehört auch ein großes Schild: Mit der Aufschrift „Offenbach am Main, ankommen war niemals schöner“ begrüßt es Neuankömmlinge in Höhe der Offenbacher Staustufe. Zusätzlich zu den Kunstinstallationen hatten Stadt, ESO-Stadtservice und OPG den Radweg im Schleusenpark auf einer Länge von 200 Metern auch verbreitert. Die hochfrequentierte Strecke an der Stadtgrenze ist jetzt nicht mehr so schwer einsehbar wie zuvor. Damit habe man eine langjährige Gefahrenstelle entschärft, heißt es.

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Aber auch über die Stadtgrenzen hinaus soll das Projekt wirken: „Wir wollten damit nicht nur den Radverkehr fördern, sondern auch die Verbindung zwischen Offenbach und Frankfurt stärken“, erklärt Projektleiter Ulrich Lemke. Das ist ganz im Sinne des Architektursommers Rhein-Main, der in diesem Jahr unter dem Motto „Brückenschlag: Städte wachsen zusammen“ stand. Neben Offenbach und Frankfurt wurden dazu auch in Wiesbaden und Mainz Architektur-Projekte realisiert. (jrd)

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