Lange Wartezeiten

Linke rügen Situation im Bürgerbüro

+
Das Bürgerbüro (hier ein Bild von der Eröffnung im November 2014) kämpft mit Überbuchungen bei der Online-Terminvergabe.

Offenbach - Mit Blick auf die Situation im Bürgerbüro, wo zu viele Kunden und zu wenige Mitarbeiter für lange Wartezeiten sorgen, kritisiert die Fraktion der Linken die Personalpolitik im Rathaus.

„Die Kundenzahl im Bürgerbüro steigt seit Jahren. Trotzdem wurden keine neuen Stellen geschaffen, um die Mehrarbeit für die Beschäftigten zu kompensieren“, sagt Fraktionschefin Elke Kreiss. Das sei kurzsichtig gewesen, und die Auswirkungen sehe man jetzt. Der Sparzwang, unter dem Offenbach stehe, dürfe nicht dazu führen, dass die Verwaltung ihre Aufgaben nicht mehr erledigen könne. Ebenso wenig sei es zu tolerieren, dass die Bürger auf Standardleistungen wochenlang warten müssten.

Elke Kreiss erinnert daran, dass mit der Einführung von Bürgerbüros die Zufriedenheit der Kunden mit der Verwaltung erhöht werden sollte. „Durch die langen Wartezeiten, die vor einem Termin stehen, erhöht sich die Zufriedenheit der Offenbacher mit ihrer Stadtverwaltung sicher nicht.“ Dabei komme es zu skurrilen Situationen: So sei gesetzlich festgelegt, dass man sich bei einem Wohnungswechsel innerhalb von einer Woche ummelden müsse. In Offenbach dauere es aber vier Wochen, bis man einen Termin erhalte.

Diese Situation, meint Kreiss, könnte einem Roman von Franz Kafka entnommen sein. Sie zeige, dass Bürgern andere Fristen zugemutet würden als Ämtern. (mad)

Kommentare