Streit um Mainarbeit

Die Linke will besser qualifizieren

Offenbach - Wieder einmal gibt es Streit um die Mainarbeit. Und die Linke-Fraktion fordert bessere berufliche Qualifikationen für Arbeitslosengeldempfänger, um deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

„Die Mainarbeit sollte den Leistungsberechtigten berufliche Qualifizierungen anbieten, statt sie auf die Suche nach Stellen zu schicken, die es nicht gibt“, wettert die Linken-Stadtverordnete Marion Guth. Wenn man keine Ausbildung abgeschlossen habe, blieben nur wenige und wirklich schlecht bezahlte Arbeitsplätze. „Die Betroffenen müssen als Aufstocker weiter vom Jobcenter unterstützt werden, obwohl sie ja Arbeit haben.“

Um das zu untermauern, bemüht Guth lokale Zahlen: „Im vergangenen Jahr konnten 83 Menschen eine Schulung beginnen, die zu einem anerkannten Berufsabschluss führt. Dazu wurden 177 berufliche Weiterbildungen genehmigt. Wenn man bedenkt, dass es in Offenbach rund 13.000 erwerbsfähige Leistungsbezieher gibt, ist das eine verschwindend geringe Zahl.“ Aus Sicht der Linken habe daher das Modell „Hartz IV“ seine Ziele verfehlt und „sollte durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ersetzt werden“.

Rubriklistenbild: © dpa

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