Kommunalwahl in Offenbach

Linke: Zahl der Flüge reduzieren

Offenbach - „Die sogenannten Lärmpausen bringen keine echte Entlastung für Offenbach“, urteilt Elke Kreiss. Die Linken-Fraktionschefin schlägt eine andere Begrifflichkeit vor – „Lärmverschiebungen“. Denn morgens ergebe sich keine messbare Reduzierung des Fluglärms.

„Dabei sollten die morgendlichen Lärmpausen insbesondere die Belastung im Süden Offenbachs verringern. Das wurde nicht erreicht.“. Ihre Rechnung: Abends wird im Norden der Stadt eine Entlastung von 5 Dezibel gemessen. Dafür erhöht sich der Schallpegel im Süden um 3,5 Dezibel. „Rein rechnerisch ergibt sich so eine Entlastung von 1,5 Dezibel fürs gesamte Stadtgebiet von 22 bis 23 Uhr. Ein verschwindend geringer Wert, der akustisch kaum ins Gewicht fällt und zudem nur während einer Stunde zum Tragen kommt“, so Kreiss. Das Messergebnis bestätige die Wahrnehmung vieler Betroffener: „Mit dem Lärmpausenmodell wird es am Himmel über Offenbach nicht leiser.“

Eine echte Entlastung der Flughafen-Anreiner kann sich nach Auffassung der Linken nur ergeben, wenn die Anzahl der Flugbewegungen reduziert wird. Sie fragen daher: „Muss es täglich jeweils fünf Flüge nach Stuttgart und und Hannover geben? Oder könnte man diese Flugbewegungen nicht erheblich einschränken und die Passagiere zum Umsteigen auf die Bahn bewegen?“

100. Montags-Demo im Flughafen

mk

Rubriklistenbild: © dpa

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