Offenbach wirbt auf Münchner Messe

Ein Loblied auf den Hafen

+
Offenbacher Delegation in München: Daniela Matha, OB Schneider, Thomas Kypta, Thomas Dorant und Ekkehart Fischer tauschen sich vor Publikum über „Redevelopment“ aus.

Offenbach (tk) - Neugestaltung, Wiederaufbau oder Sanierung waren gestern. Heute wird das alles unter den Begriff „Redevelopment“ gepackt, was wörtlich so viel wie Wiederentwicklung heißt.

Beim öffentlichen Beackern des Themas Mode sind Offenbacher ganz vorn und vor fachlich versiertem Publikum dabei.

Auf der Expo Real in München, einer der wichtigsten internationalen Messen der Immobilienbranche, informierte die Stadt-Tochter Offenbacher Projektentwicklungs-GmbH (OPG) nicht nur am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Frankfurt über das Hafen-Redevelopment. Sie bot auch einen eigenen Expertentalk zum Leitthema der Messe.

Die Experten aus Offenbach waren OPG-Chefin Daniela Matha, Oberbürgermeister Horst Schneider, Thomas Dorant, Geschäftsführer der im Hafen 14 Wohnungen bauenden Heidelberger Deutsche Wohnwerte, Ekkehart Fischer von der nach Offenbach umgesiedelten gleichnamigen Stahlbaufirma sowie Werber Thomas Kypta (etage3). Die Runde breitete die Entwicklung Offenbachs von der Industrie- und Lederstadt zum Kreativ- und Dienstleistungsstandort aus.

Optimale Voraussetzung zur Ansiedlung für Unternehmen

Tenor: Die Stadt biete durch ihr eigenes „Redevelopment“ optimale Voraussetzung zur Ansiedlung für Unternehmen aus der Kreativwirtschaft und dem produzierenden Gewerbe. Denn in der Stadt gebe es ebenso viele Chancen für Erstere wie historisch gewachsenes Verständnis für den Bedarf der Letzteren.

Es dürfte nicht erstaunen, dass die Offenbacher Delegation in München ein Loblied besonders auf den Hafen anstimmte: Der sei ein wesentlicher und bedeutsamer Baustein, Menschen in die Stadt zu ziehen, denn dort gingen „hohe Qualität, Vielfältigkeit der Nutzung, Nachhaltigkeit, Lebensfreude und Wirtschaftlichkeit eine perfekte Symbiose ein“, wie die Öffentlichkeitsarbeiter der Stadtwerke-Holding euphorisch zusammenfassen.

Hafen-Chefin Matha lieferte dazu Statistisches und Ausblicke zum größten zusammenhängenden Entwicklungsareal im Rhein-Main-Gebiet. Ihre Zuhörer erfuhren, dass auf etwa 256 000 Quadratmetern mit direkter Wasserlage ein neuer Stadtteil entsteht, der Arbeiten, Wohnen, Bildung und Freizeit in hochwertiger Architektur und nachhaltiger Erschließung verbinden soll.

Vermarktung läuft mehr als zufriedenstellend

Die Vermarktung des Areals läuft laut der OPG-Geschäftsführerin mehr als zufriedenstellend: Bereits 80 Prozent des ersten Bauabschnitts sind veräußert, die ersten Hochbaumaßnahmen sowie der Bau der Freianlagen wurden begonnen. Vor wenigen Wochen startete ein Investorenauswahlverfahren für Grundstücke im zweiten Bauabschnitt auf der Mitte der Hafeninsel.

Daniela Matha sagte: „Der Hafen ist auf einem sehr guten Weg. Wir führen auch für die nächsten Entwicklungsphasen im zweiten Bauabschnitt schon interessante Gespräche mit Investoren. Offenbach wird mit dem Hafen ein neues, innovatives Eingangstor bekommen.“

Alles zum Thema Hafen lesen Sie im Stadtgespräch

Auch das Zusammenwachsen der beiden Städte am Main werde im Hafen deutlich sichtbar, griff sie den Beitrag von Oberbürgermeister Schneider auf, der sein Mantra vom Zusammenwachsen der „Metropolregion“ und dem notwendigen guten Einvernehmen mit Frankfurt wiederholt hatte.

Das Interesse an dem präsentierten Offenbacher Vorhaben sei seitens der EXPO-Fachbesucher sehr hoch gewesen. Das gaben die Rückkehrer aus München der Stadtwerke-Pressestelle zu Protokoll. J tk

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare