Drastische Lohneinbußen für Sana-Angestellte

„Aus wenig wird noch weniger“

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Offenbach - Kündigungen und enorme Lohnkürzungen bei neuen Arbeitsangeboten: Jetzt wird es ernst für die 120 Mitarbeiter am Sana-Klinikum Offenbach, die in die aktuelle Entlassungswelle geraten sind.

Nach der endgültigen Zustimmung des Betriebsrats zum Sozialplan steht fest, dass sie in den nächsten Tagen ihre Kündigung erhalten werden. Für einige ist dann am 1.  April Arbeitsbeginn in der Transfergesellschaft; bis zu zwölf Monate können sie dort tätig sein und erhalten 80 Prozent ihren letzten Nettogehaltes.

Nach Angaben von Holger Renke, Vorsitzender des Betriebsrats, kommen beim Sozialplan Kosten in Höhe von etwa vier Millionen Euro auf das Sana Klinikum zu. „Natürlich sind viele Betroffene - zumeist Mitarbeiter aus dem Reinigungsdienst, die ja zum Teil schon seit Jahrzehnten im Haus tätig sind, tief erschüttert“, berichtet Renke. „Aber wir haben eine noch größere Zahl von Entlassungen verhindert.“

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Einigen Mitarbeitern wurden auch Angebote gemacht, in Gesellschaften des Sana-Konzerns zu wechseln und ihre bisherigen Tätigkeiten beim neuen Arbeitgeber fortzusetzen. Der Betriebsratsvorsitzende: „Viele sind enttäuscht, dass sie dort teils bis zu 30 Prozent weniger verdienen sollen; ihr Stundenlohn sinkt dann beim Job in der Sana-Tochter-Firma auf etwa 9,27 Euro. Mit anderen Worten: Aus wenig wird noch weniger.“

Demonstration der Klinikum-Mitarbeiter

Demonstration der Klinikum-Mitarbeiter

psh

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